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Kinder in einer Gesellschaft der Gewalt!

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„Schlimmer kann es wohl nicht mehr kommen!“ Während wir in diesen Tagen von Nachrichten über unvorstellbare Grausamkeiten erschüttert werden, müssen wir als Menschen mit Gewissen feststellen: „Uns geht es überhaupt nicht gut!“ Uns geht es nicht gut, weil wir uns nicht sicher fühlen; uns geht es nicht gut, weil unser Verstand diese Ereignisse nicht begreifen kann; uns geht es nicht gut, weil wir uns sowohl um uns selbst als auch um unsere Liebsten sorgen…

Uns geht es nicht gut, weil ein zweijähriges Mädchen von ihrer drogenabhängigen Mutter, ihrem drogenabhängigen Stiefvater und den Nachbarskindern, denen sie anvertraut wurde und die vermutlich ebenfalls drogenabhängig sind, psychischer, physischer und sexueller Gewalt in jeder Form ausgesetzt war und nach langem Aufenthalt auf der Intensivstation verstarb.

Uns geht es nicht gut, weil vor wenigen Tagen mitten in Istanbul zwei junge Frauen im Abstand von wenigen Stunden von einem perversen Täter ermordet wurden, der angeblich unter psychischen Problemen litt und verschiedene Abhängigkeiten hatte.

Uns geht es nicht gut, weil vor wenigen Tagen in Istanbul eine Frau mitten auf der Straße von zwei betrunkenen Subjekten belästigt wurde und beinahe Opfer einer Vergewaltigung geworden wäre.

Uns geht es nicht gut, weil vor wenigen Tagen eine Polizistin in Istanbul von einem ebenfalls drogenabhängigen Serientäter getötet wurde.

Uns geht es nicht gut, weil erst vor wenigen Wochen ein achtjähriges Mädchen zunächst verschwand, dann ihre Leiche gefunden wurde und die Täter aus dem Kreis ihrer Familie und Verwandtschaft stammten.

Uns geht es nicht gut, weil wir jeden Tag mit einem Gewaltvorfall konfrontiert sind.

Uns geht es nicht gut, weil Gewalt auf der Straße, im Verkehr, am Arbeitsplatz, in der Schule, im Krankenhaus, im Restaurant, in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Sport, zwischen Ehepartnern und sogar an den Orten herrscht, an denen wir am sichersten sein sollten – in unseren eigenen vier Wänden. Und das in einem solch massiven Ausmaß!

Leider sind wir mittlerweile zu einer „Gesellschaft der Gewalt“ geworden. Wir sind eine Gesellschaft geworden, die intolerant, wütend und gewaltbereit ist; die Höflichkeit und Anstand als Schwäche betrachtet; die alles mit roher Gewalt löst, schreit, laut spricht, flucht, Drohungen ausstößt und diejenigen respektiert, die sich so verhalten.

Wir alle leiden unter dieser Gesellschaft der Gewalt, doch den größten Schaden tragen zweifellos die Kinder davon. Kinder, die in einem Umfeld von Gewalt aufwachsen, lernen diese, normalisieren sie, verinnerlichen sie und wenden sie mit der Zeit selbst gegen andere an. Studien zeigen, dass Kinder, die Gewalt erfahren, im späteren Leben eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, sowohl psychische als auch physische Gesundheitsprobleme zu entwickeln.

Der Schutz von Kindern ist für eine gesunde Gesellschaft unerlässlich. Im Kampf gegen Gewalt dürfen wir unsere individuellen und gesellschaftlichen Verantwortungen nicht vergessen; wir müssen gemeinsam handeln, um Kindern ein gesundes, sicheres und liebevolles Umfeld zu bieten.

Durch Bildung, Bewusstseinsbildung und rechtliche Garantien ist es möglich, das Phänomen der „Gesellschaft der Gewalt“ umzukehren. Es wird vielleicht einige Zeit dauern und große Opfer erfordern, aber vergessen wir nicht: Die Zukunft der Kinder liegt in unseren Händen! Indem wir unsere Kinder schützen, werden wir uns von der Gewalt entfernen, und je weiter wir uns von der Gewalt entfernen, desto eher werden wir gesellschaftliches Wohlergehen erreichen!