Letzte Woche wurde ich bezüglich einer Protestaktion gegen "Bergbauunternehmen" im Stadtteil Nif (Arpacık) in Fethiye zunächst von Mehmet Ali Avcı und später von Yıldız Gökmen angerufen. "Es soll eine Begutachtung für eine neue Bergbaukonzession in einem weiten Gebiet von Kırkmaar (Kırkpınar) bis zum Stadtteil Yayla Koru stattfinden. Als Dorfbewohner und Umweltschützer werden wir das Sachverständigenteam empfangen. Wir würden uns freuen, Sie in unserer Mitte zu sehen, um unsere Natur und unsere Berge zu schützen."
Seit meiner Kindheit bin ich zwischen Fethiye und Köyceğiz mit Chrom- und Manganbergbau aufgewachsen. Wie in Elazığ, Erzincan oder zwischen Balıkesir und Kütahya wurden unsere Bodenschätze über Jahre hinweg – mal mehr, mal weniger – wie von Goldgräbern ausgebeutet und exportiert.
Göcek war in meiner Kindheit ein Zentrum für den Export von Chromerz. Die Bucht, in der man heute kaum noch vor Yachten navigieren kann, war damals oft mit 7-8 Frachtern gefüllt, die täglich Chrom luden. Das aus den Bergen herbeigeschaffte Chrom wurde tagelang mit Lastkähnen auf die Frachter verladen. Ich habe dort selbst für kurze Zeit gearbeitet und in jenen Jahren meine erste Sozialversicherungsnummer erhalten.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, zwischen 1945 und 1950, stieg der weltweite Bedarf an Chrom, und man versuchte, das Erz in Tagebauen zu fördern. Im Dorf Göcek, in der Gegend von Kanlı Ocak, kamen zwei Bergleute bei einem Grubenunglück ums Leben; dieser Vorfall ist seit Jahren als das Ereignis der "Zwei Alis" bekannt. Seit der Katastrophe von Soma häufen sich die Grubenunglücke und Einstürze. Anstatt Gesetze zu erlassen, die Unfälle verhindern, beschäftigt man sich damit, Gesetze zu verabschieden, die die Natur plündern. Abgesehen von den Bergbauunfällen nimmt auch die Zerstörung der Natur von Tag zu Tag zu. Themen wie Bergbauunternehmen, UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) und die Ausbeutung der Natur beschäftigen weiterhin die Öffentlichkeit. Wann wird moderne Bergbauwirtschaft in unserem Land Einzug halten?
Am 27. Oktober 2025 versammelten wir uns, die Bewohner von Nif und den umliegenden Dörfern. Wir Bürger kamen vor der Begutachtung durch die Sachverständigen für ein geplantes Chrom-Siebwerk zusammen, das auf einem großen Gebiet errichtet werden soll. Obwohl bei der Prüfung und Bewertung im Oktober 2023 entschieden wurde, dass keine UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) erforderlich sei, wurde erneut ein Antrag gestellt und das Verfahren wieder aufgenommen. Ich glaube, dass insbesondere die Auswirkungen der Gesetze zur Ausbeutung von Bergbau und Wäldern durch die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) dabei eine Rolle spielen.
Wir wehren uns dagegen, dass diese wunderschönen Almen, die uns und unseren Großeltern seit Jahren als Weidegrund für unsere Herden und als Wasserquelle auf der Wanderung zwischen Göcek, Gürsu und Pırnaz dienten, in Maulwurfshügel verwandelt werden.
Zeynep Ebru Aksoy, die Bezirksbeauftragte der TEMA-Stiftung (Stiftung zur Bekämpfung der Bodenerosion, für Aufforstung und den Schutz natürlicher Lebensräume) in Fethiye, wies in ihrer Rede bei der Versammlung darauf hin, dass das Projekt, das sechs verschiedene Abbaugebiete und Abraumhalden umfasst und das Gebiet von der Nif-Quelle bis zur Karanfilli-Alm einschließt, infolge einer Klage im Jahr 2023 gestoppt worden war. Als große Gemeinschaft von Dorfbewohnern, Naturliebhabern und Umweltschützern protestierten wir erneut mit Transparenten und Sprechchören gegen das Vorhaben.
Der Ortsvorsteher von Nif, Ferhat Uysal, und viele Vertreter von Nichtregierungsorganisationen erklärten, dass sie gegen die sechs geplanten Chromminen in der Region und die Chrom-Sieb- und Waschanlage in Yeşil Üzümlü seien und dass das Projekt erneut geprüft werden müsse.
Während die Reden und Proteste andauerten, fuhr das Sachverständigenteam schnell in Richtung des Tuzla-Passes vorbei, ohne die am Nif-Brunnen versammelte Bevölkerung zu grüßen.
Unter den Protesttransparenten fielen folgende besonders auf: "Kein Bergbau, sondern Atem", "Meine Großmutter und mein Großvater haben sich an diesem Brunnen kennengelernt. Finger weg von meinem Wasser und meiner Natur.", "Stopp! Die Alm gehört uns, das Wasser gehört uns. Rühre meine Natur und mein Wasser nicht an!"
Unterdessen wurde auch der Plan der AKP bekannt, Schutzwälder für die Ausbeutung zu öffnen. Durch eine Verordnungsänderung könnte in Wäldern Zyanid eingesetzt werden. Sollte die für die Bergbaulobby vorbereitete Änderung in Kraft treten, würden nach Olivenhainen und Nationalparks auch die "Schutzstatus-Regelungen für Schutzwälder" aufgehoben. Unsere Wälder, unsere Natur und unsere Olivenhaine werden durch landesweit vergebene Bergbaukonzessionen zerstückelt und ausgebeutet.
In diesen Tagen, in denen wertvolle Mineralvorkommen weltweit und insbesondere in unserem Land stark im Fokus stehen, wollte ich den Kampf um den Schutz unserer Natur in unserer Region mit Ihnen teilen.
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