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Der Haushalt 2024 ist ein Haushalt des finanziellen Zusammenbruchs

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Der Entwurf für das Haushaltsgesetz der Zentralverwaltung für das Geschäftsjahr 2024 wurde dem Präsidium der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorgelegt.

Dieser vom Präsidenten ausgearbeitete und der Großen Nationalversammlung der Türkei zur Beratung übermittelte Haushaltsentwurf ist ein Haushalt, der für die TBMM keine Wirkung entfaltet und in gewisser Weise gegenstandslos ist.

Es hat keinerlei Bedeutung oder Gewicht, ob die TBMM diesen Haushalt billigt oder nicht. Sollte sie ihn nicht billigen, tritt die Regelung für einen vorläufigen Haushalt in Kraft.

Der Präsident multipliziert dann die Zahlen des Haushalts von 2022 mit der Neubewertungsrate und wendet diese für ein Jahr an.

Das Problem ist, dass der Präsident, der als Chef der Exekutive fungiert, den Haushalt erstellt und an die Legislative sendet, wodurch das Budgetrecht faktisch vom Präsidenten ausgeübt wird.

Dabei liegt das Budgetrecht in allen demokratischen parlamentarischen Systemen bei der Legislative. Aus diesem Grund müsste die Legislative eigentlich eine Befugnisübertragung an die Exekutive hinsichtlich der Umsetzung des Haushalts vornehmen, doch in unserem Land läuft dieser Prozess genau umgekehrt.

Das Parlament sollte die Verantwortung für diesen Haushalt, der ein Haushalt des finanziellen Zusammenbruchs, hoher Preiserhöhungen, hoher Steuern, hoher Verschuldung und hoher Inflation ist, nicht übernehmen. Die wichtigste Aufgabe der TBMM ist das Budgetrecht. Ein Parlament, das dieses Recht nicht ausüben kann, muss sich selbst hinterfragen und seine Existenzberechtigung zur Diskussion stellen.

Die Wirtschaft der Republik Türkei hat keine Chance, den Haushalt für das Jahr 2024 in Höhe von 11 Billionen TL zu tragen. Einen Haushalt von 11 Billionen kann nur ein Land tragen, das ein BIP von mindestens 2,5 Billionen TL aufweist.

Das BIP liegt jedoch, selbst mit geschönten Zahlen, bei 1 Billion Dollar. Die Gesamtausgaben des Haushalts der Zentralverwaltung für das Jahr 2023 wurden auf 4,4 Billionen TL veranschlagt.

Die Haushaltseinnahmen wurden auf 3,8 Billionen TL festgesetzt. Da dieser Haushalt nicht ausreichte, wurde ein Nachtragshaushalt in Höhe von 1,1 Billionen TL erstellt. Der Haushalt für das Jahr 2023 wurde somit auf 5,5 Billionen TL erhöht.

Der Haushalt für das Jahr 2024 wurde um 100 % auf 11 Billionen TL angehoben. Allein vier Posten belaufen sich auf 8 Billionen TL: Zinsausgaben 1,2 Billionen, Haushaltsdefizit 2,7 Billionen TL, laufende Transferzahlungen 1,3 Billionen TL und Personalausgaben 2,8 Billionen TL.

Die Personalausgaben waren für das Jahr 2023 mit 960 Milliarden TL veranschlagt. Für 2024 wurden sie um 300 % erhöht.

Obwohl die Inflation für 2024 mit 33 % prognostiziert wurde, wird die Inflation mit diesem Haushalt bei über 150 % liegen. Obwohl der Haushalt für 2024 um 100 % erhöht wurde, ist ein Wachstum von lediglich 4 % vorgesehen.

Ein Wachstum von 4 % führt in einer Phase hoher Inflation zu Schrumpfung und Armut.

Für Ende 2023 wurde ein Dollarkurs von 23,88 TL prognostiziert, doch aktuell liegt der Dollarkurs bereits über 28. Betrachtet man die währungsgeschützten Einlagen (KKM): Die Belastung der öffentlichen Hand durch die währungsgeschützten Einlagen belief sich im Zeitraum Januar bis Juli 2023 auf 752 Milliarden TL.

Davon wurden 152 Milliarden TL aus dem Haushalt und 600 Milliarden TL aus Mitteln der Zentralbank gedeckt. Die Bruttoreserven der Zentralbank liegen bei 123 Milliarden Dollar, die Nettoreserven bei -55 Milliarden Dollar, und der innerhalb eines Jahres fällige Schuldenbetrag beläuft sich auf 211 Milliarden Dollar. Die Regierung muss für das Jahr 2024 insgesamt 266 Milliarden Dollar beschaffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Haushalt für das Jahr 2024 ein Wahlhaushalt ist. Nach den Wahlen wird ein Nachtragshaushalt unvermeidlich sein.

Finanziell und wirtschaftlich wird das Jahr 2024 schlechtere Ergebnisse liefern als das Jahr 2023. Wir müssen uns auf hohe Zinsen, einen hohen Wechselkurs, hohe Verschuldung, ein hohes Haushaltsdefizit, hohe Steuern und starke Preisanstiege einstellen.