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Städtischer Bankrott

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Während des Kommunalwahlkampfs war das am häufigsten diskutierte Thema: ERDBEBEN und STÄDTEBAULICHE TRANSFORMATION

Die Kandidaten erzählen den Bürgern Geschichten, um mit den ihnen zugesteckten Zahlen Stimmen zu gewinnen.

Das durch das Erdbeben vom 6. Februar verursachte Trauma erhöht natürlich die Nachfrage nach der Erdbeben-Karte.

Gott sei Dank warnen einige Erdbebenforscher die Öffentlichkeit nicht nur, sondern versetzen sie auch in Angst.

Auf der anderen Seite versuchen sie, die Politiker mit geschickten Manövern in die Enge zu treiben, um sich „Beratungsaufträge zu sichern“. Dafür strengen sie sich an.

Sogar einer der Erdbebenforscher scheint gleichzeitig als Berater für zwei konkurrierende Kandidaten tätig zu sein.

Zumindest legen die Fotos dies nahe. 

Da unsere Dozenten Einkommen an der Armutsgrenze erzielen, können wir über solche Akrobatik hinwegsehen.

Wie dem auch sei, das ist nicht das Thema, auf das ich mich konzentrieren möchte.

Ich, „Wie können wir die Sackgasse überwinden, in der sich das Land in letzter Zeit in Bezug auf Erdbeben befindet?“, darüber mache ich mir Gedanken.

Nur Es heißt, dass in Istanbul mehr als eine Million Wohnungenumgewandelt werden müssen.

Als Bauingenieur stimme ich dem zu, wenn ich durch die Straßen gehe.

Viele Gebäude sind bereits aus dem Lot geraten.

Doch wir können nicht einfach alle Gebäude unter dem Vorwand der Stadterneuerung abreißen.

Es gibt zudem keinerlei Garantie dafür, dass die Neubauten anstelle der abgerissenen Gebäude stabil sein werden. 

Es ergibt auch keinen Sinn, unsere Kassen zu leeren, nur um mit ungelernten Bauunternehmern und ungeschulten Arbeitern eine Stadterneuerung durchzuführen.

Sich auf Gottes Gnade zu verlassen, könnte wirtschaftlicher sein.

Innerhalb des Transformationsprozesses, 

ohne ein Finanzierungsmodell aufzustellen,

ohne temporäre Unterkünfte für die Bürger zu errichten, 

ohne die Arbeiter auszubilden,

ohne die ungelernten Bauunternehmer aus dem System zu drängen,

ohne zertifizierte „Ingenieur-Bauunternehmer“ in den Mittelpunkt zu stellen,

Das wird so ohnehin nicht funktionieren.

Wir sind von hunderten Gebäuden umgeben, die sich bereits im Umwandlungsprozess befinden. 

Doch weil die Rechnung zu Hause nicht mit der auf dem Markt übereinstimmt, kommen die Bauarbeiten an den Gebäuden nicht voran.

Die meisten Fälle liegen vor Gericht.

Es ist ohnehin unmöglich, die Häuser von Tausenden Menschen abzureißen und sie in die Position von Mietern zu drängen. 

Tatsächlich gibt es gar nicht so viele Mietwohnungen.

Wenn wir dieses Vorhaben mit dem derzeitigen Bestand an Mietwohnungen umsetzen wollten, würde die geschätzte Umwandlungsdauer mehr als 200 Jahre betragen.

Und wenn man nach 200 Jahren gerade erst fertig wäre, stünde bereits die Zeit für die nächste Umwandlung an.

Auf diese Weise wird unser Untergang möglich sein, da der Prozess der Wohnraumtransformation, in den wir unser gesamtes Hab und Gut sowie unsere Energie investiert haben, keinen wirtschaftlichen Mehrwert bietet.

Da der Immobiliensektor, in den wir unser vorhandenes Kapital stecken, den Prozess der Produktion dynamischer Güter und Produkte mit Mehrwert untergräbt, wird der Bankrott unvermeidlich sein.

Zum Abschluss möchte ich Folgendes festhalten.

Um eine Million Wohnungen umzuwandeln, gibt es weder genügend Geld, noch Material, noch technisches Personal, noch lizenzierte Ingenieure und Bauunternehmer, noch Arbeiter. Es ist nichts davon vorhanden.

Ich habe dabei noch nicht einmal den Asbest mit eingerechnet, der während des Abrissverfahrens in die Lungen der Bürger gelangen und in kurzer Zeit zu Krebserkrankungen führen wird.

Was sollen wir also tun?

Wenn wir auch einen Beratungsauftrag erhalten, werden wir erklären, was zu tun ist, kurzum.

Wir sind schließlich auch „an der Armutsgrenze“ lebende Akademiker.