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EU billigt 'Aspides'-Operation gegen die Huthi

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Die geplante Militäroperation 'Aspides' im Roten Meer gegen die Huthi wurde von den Außenministern der EU-Mitgliedstaaten gebilligt. 'Aspides' ist ein Wort lateinischen Ursprungs und bedeutet auf Deutsch 'Schilde'.

Ziel der Stationierung europäischer Kriegsschiffe im Rahmen der Operation Aspides ist es, Handelsschiffe vor Angriffen der Huthi zu schützen und die Sicherheit des kommerziellen Schiffsverkehrs im Nahen Osten wiederherzustellen.

DEUTSCHLAND BETEILIGT SICH MIT DER FREGATTE 'HESSEN' AN DER OPERATION

Die mit Flugabwehrraketen ausgestattete Fregatte Hessen ist 143 Meter lang. Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums ist die Fregatte Hessen, die über Waffensysteme verfügt, die Ziele in einer Entfernung von 160 Kilometern treffen können, speziell für den Konvoischutz und die Kontrolle von Seegebieten konzipiert. Dank ihres speziellen Radarsystems kann sie einen Luftraum von der Größe der gesamten Nordsee überwachen.

Das Kriegsschiff, das etwa 240 Besatzungsmitglieder an Bord hat, war am 8. Februar von Wilhelmshaven aus in Richtung Mittelmeer aufgebrochen. Die Fregatte Hessen, die zuletzt in einem Hafen auf der griechischen Insel Kreta vor Anker lag, benötigt für den Einsatz noch das Mandat des Bundestages, das an diesem Freitag erwartet wird.

Es wurde zudem berichtet, dass Deutschland plant, zusätzlich Hubschrauber und Personal für die Operation an das Hauptquartier im griechischen Larisa zu entsenden, das als strategisches Zentrum für die besagte Operation dienen wird.



(Fregatte Hessen - Quelle: Wikipedia)

DIE OPERATION ASPIDES IST GEFÄHRLICH, ABER DIE RISIKEN WERDEN ALS KONTROLLIERBAR EINGESTUFT

Da bekannt ist, dass die Huthi-Milizen in der Vergangenheit nicht vor Angriffen auf Kriegsschiffe zurückgeschreckt sind, wird die Operation 'Aspides' als relativ risikoreich eingestuft. Der Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack, sagte zum Auslaufen der Fregatte Hessen: "Das ist der ernsthafteste Einsatz, den die deutsche Marine seit Jahrzehnten zu bewältigen hat." Dennoch wird davon ausgegangen, dass die Risiken kontrollierbar sind.

Kaack betonte: "Es gibt in der deutschen Marine keinen besser vorbereiteten, besser ausgebildeten und besser ausgerüsteten Verband für diesen Auftrag."

WARUM DIE OPERATION 'ASPIDES' FÜR DEUTSCHLAND NOTWENDIG IST

Die deutsche Bundesaußenministerin Annalena Baerbock erklärte die Notwendigkeit der Operation Aspides wie folgt: "Angesichts der Angriffe der Huthi auf die zivile Schifffahrt sieht man, dass die gesamte Weltwirtschaft betroffen ist. Deshalb ist es für uns als Europäische Union wichtig, einen Beitrag zum Schutz der zivilen Schifffahrt im Roten Meer zu leisten."

Die Erwartung der EU an diese Operation ist es, die Sicherheit der Handelsschiffe im Roten Meer zu gewährleisten. In letzter Zeit vermeiden viele Reeder die Nutzung der kürzesten Seeroute zwischen Asien und Europa und wählen stattdessen die zweite Route um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika. Diese Route, die einen Zeitunterschied von etwa zwei Wochen bedeutet, verursacht nicht nur finanzielle Belastungen, sondern stört durch die Verzögerungen bei den Lieferzeiten auch das Funktionieren der weltweiten Produktionsnetzwerke.