TAŞ YERİNDE AĞIRDIR-151. VERGESSEN WIR NICHT, LASSEN WIR ES NICHT VERGESSEN,
Anatoliens historische Schätze werden seit Jahren geplündert.
Durch illegale Ausgrabungen, Diebstahl, Schmuggel…
Der Hauptgrund hierfür sind europäische und amerikanische Geldgeber, die „historische Artefakte“ als bloße Handelsware betrachten und nach Wurzeln für ihre eigene, substanzlose kulturelle Vergangenheit suchen.
Oder deren auf Selbstdarstellung bedachte Museen.
Dabei sind diese Werke das historische Erbe, das die „Zeit“ den Menschen Anatoliens hinterlassen hat.
Einer der Orte, an denen diese Plünderung, dieser Raub historischer Schätze am offensichtlichsten und nachweisbarsten stattgefunden hat, ist Pergamon (Bergama) an der Westküste Anatoliens.
Eines der Werke, das unter ungeklärten Umständen und ohne detaillierte Aufzeichnungen – höchstwahrscheinlich durch Schmuggel – von Bergama nach Deutschland, nach Berlin gebracht wurde, ist die Büste einer Frau aus Marmor, der man trotz ihrer Abnutzungserscheinungen ihre einstige Schönheit noch deutlich ansieht.
Die 53 cm hohe Büste trägt im Berliner Museum/Gefängnis die Inventarnummer „Ident.Nr. AvP VII 95“.
Man sieht, dass die Frau einen wohlgeformten Hals und ordentlich frisiertes, welliges Haar hat, wobei ihr Kopf oben mit einem kleinen Tuch bedeckt ist.
Dieses Tuch zeigt, dass die Frauen von Pergamon ihre Köpfe nicht vollständig bedeckten, wie es bei anderen Statuen zu sehen ist.

Den Kopf auf irgendeine Weise zu bedecken, gehört zu den jahrhundertealten Traditionen anatolischen Kopfschmucks, doch das Bedecken des Kopfes mit einem „Turban“ existiert in der anatolischen Tradition nicht.
Obwohl die rechte Seite des Kopfes beschädigt ist, lässt sich ein trauriger Ausdruck im Gesicht der Frau erahnen.
In den Aufzeichnungen des Berliner Museums/Gefängnisses wird nicht angegeben, was die Zerstörung im Gesicht der Marmorbüste verursacht hat.
Es ist unklar, ob sie durch fanatische Christen zu Beginn des Christentums, die die Bildhauerei ablehnten, während der brutalen Ausgrabungen durch den vom damaligen deutschen Staat unterstützten Schmuggel-Ingenieur Carl Humann und seine Bande, während des Transports, unter den Bomben des Zweiten Weltkriegs oder beim Transport nach Russland und zurück nach dem Krieg beschädigt wurde.
Welche Abenteuer die historischen Schätze aus Bergama in den Händen von Schmugglern wohl durchlebt haben!
Wer weiß, wie sehr sie in fremden Händen gelitten haben.
Dabei hieß es doch, sie seien nur zum Schutz nach Berlin gebracht worden!
Es wird berichtet, dass dieser traurige Frauenkopf auf der Akropolis von Pergamon/Bergama gefunden wurde, nördlich der Terrasse, auf der sich der Zeus-Altar befand, oder am dortigen Hang.
Die Büste wird auf die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. datiert. Das bedeutet, sie wurde noch vor dem Bau des Zeus-Altars geschaffen.
Ihr hohes Alter ist ein Zeichen für ihre Kostbarkeit und Seltenheit!
Der traurige Ausdruck in ihrem Gesicht lässt darauf schließen, dass es in Pergamon bereits vor den hochbegabten Künstlern, die den Zeus-Altar entwarfen und bauten, meisterhafte Bildhauer gab.
Genau wie die anderen Werke wurde auch dieses Stück aus Bergama rücksichtslos aus seinem ursprünglichen Kontext gerissen und von den Beamten des deutschen Imperialismus ins Ausland geschmuggelt/gebracht.
Durch Schmuggel und zweifelhafte Genehmigungen.
Wahrscheinlich ist der Körper der Frau aus Pergamon, zu der dieser Kopf gehörte, in Bergama zu Erde geworden, doch ihr Abbild befindet sich in Deutschland.
Und das unter der Bezeichnung „Preußischer Kulturbesitz“.
Sowohl komisch als auch tragisch!
Wie schmerzhaft ist es, dass versucht wird, die Geschichte auf den Kopf zu stellen!
Jeder sollte sich sicher sein!
Die Statuen aus Bergama warten sehnsüchtig auf ihre Rückkehr!
Sie werden zweifellos zurückkehren!
DER ZEUS-ALTAR UND DIE WERKE AUS BERGAMA GEHÖREN NICHT IN DAS KALTE UND NEBLIGE BERLIN, SONDERN IN DAS SCHÖNE BERGAMA. SIE MÜSSEN UNBEDINGT ZURÜCKKEHREN, SIE MÜSSEN NACH HAUSE KOMMEN.
(Quelle: http://www.smb-digital.de/eMuseum, Database-Antikensammlung)
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