Mit der technologischen Entwicklung verändern sich die Dimensionen der Kommunikation. Durch die Verbreitung von Social-Media-Plattformen sind die Menschen einem ständigen Strom von Nachrichten ausgesetzt. Dies ist zu einem wichtigen Thema für das Verständnis und die Bewertung von Kommunikationsprozessen geworden.
Damit Kommunikationsprozesse richtig verstanden werden können, dürfen Nachrichten nicht aus ihrem Kontext gerissen werden. Kommunikation kann nur in dem Kontext, in dem sie stattfindet, korrekt verstanden werden. Eine kontextlose Kommunikation gibt es nicht. Denn Kommunikation gewinnt erst innerhalb eines bestimmten Kontextes an Bedeutung. Die Kommunikation, bei der Nachrichten in digitalen Medien veröffentlicht werden, nennt man „Massenkommunikation“.
Der „Kontext“, der einen wichtigen Stellenwert einnimmt, umfasst alle Elemente, die den Charakter der Kommunikation definieren. Kontexte, die auf eine Ganzheit hinweisen und miteinander verbunden sind, bilden gleichzeitig die soziale, historische, kulturelle, wirtschaftliche und psychologische Integrität der Kommunikation.
Es ist nicht korrekt, den Menschen in der Kommunikation nur als jemanden zu sehen, der reagiert. Kommunikation muss im Kontext von Geschichte, Raum, Zeit, Werten, Ideologie und Identität bewertet werden. Wenn Kommunikation unbeabsichtigt oder bewusst aus ihrem Kontext gerissen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass unterschiedliche Interpretationen entstehen.
In Beiträgen in sozialen Medien werden oft spontane, reaktive und emotionale Nachrichten verbreitet. Wenn Nachrichten keinen Bezug zum Kontext haben oder der Kontext unbekannt ist, fügen die Empfänger oder Zielpersonen den Kontext selbst hinzu. Wenn kein Kontext hergestellt wird, behindert dies das Verstehen und die Sinnstiftung.
Da der Kontext, in dem sich der Absender befindet, der Kontext der Nachricht selbst und der Kontext, in dem sich der Empfänger befindet, voneinander abweichen, ist es die Nachricht selbst, die für die kontextuelle Harmonie sorgen muss. In diesem Sinne ist eine Nachricht sinnvoll und erfolgreich, wenn es ihr gelingt, zwei verschiedene Kontexte miteinander zu verbinden. Dies ist ein bedeutender kommunikativer Erfolg. Reine „Spam-Ansätze“ nach dem Motto „Ich sende die Nachricht einfach mal, irgendjemandes Kontext wird sie schon treffen“ führen nach einer gewissen Zeit dazu, dass die Kommunikation vollständig abbricht und sich die Türen komplett verschließen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Nachricht, um effektiv zu sein, sowohl für den Kontext des Senders als auch für den des Empfängers sensibel sein muss. Dies bedeutet, dass die Nachricht das richtige Timing, eine angemessene Sprache und einen kontextgerechten Inhalt aufweisen muss.
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