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Die Antwort auf die Staatstrauer ist Unverschämtheit!

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Gestern Abend wollten Fenerbahçe und Galatasaray im saudischen Riad um den Supercup kämpfen. Doch beide unserer geschätzten Vereine zogen sich vom Spiel zurück.

Die schariaorientierte Mentalität Saudi-Arabiens konnte selbst die Silhouette von Atatürk, der die laizistische Struktur des modernen Türkei aufgebaut hat, und seine Worte über den Frieden nicht ertragen.

Zunächst einmal: Beide Vereine, die bei jeder Gelegenheit mit Behauptungen konfrontiert werden, dass „Atatürk“ ihr Team unterstützt hätte, können sicher sein, dass Atatürk nun ein Fan beider Vereine ist…

Man muss festhalten, dass die gesamte Türkei Fenerbahçe und Galatasaray nach dieser Haltung stehend applaudiert. Es ist sogar so weit gekommen, dass die Fangruppen der Erzrivalen in Bewegung gesetzt wurden, um das gegnerische Team am Flughafen zu empfangen. Das ist vielleicht ein Novum…

Das hat die Liebe zu Atatürk geschafft.

Hier muss man dem türkischen Fußballverband TFF sehr danken. Dafür, dass sie uns nach der Entscheidung, das Supercup-Finale im 100. Jubiläumsjahr in Saudi-Arabien auszutragen, ermöglicht haben zu zeigen, wie man gegen alle Atatürk-Feinde wie ein Herz zusammensteht!

Ironie beiseite: Beide Vereine waren seit Monaten dagegen, das Spiel in Riad auszutragen. Der TFF hat hartnäckig die Saudis bevorzugt.

Jetzt wird er die Konsequenzen tragen müssen. Die Mentalität, die selbst in der Krise vor dem Spiel noch mit den Vereinen verhandelte, indem sie sagte „Es gibt kein Problem, das Spiel wird stattfinden“, und Atatürk mit an den Verhandlungstisch brachte, sollte nicht nur mit ihrem Präsidenten, sondern mit allen Mitarbeitern bis hin zum Teekoch zurücktreten…

Ist es nicht merkwürdig, dass nach all diesen Entwicklungen, während in der Gesellschaft eine große Reaktion entstand, außer dem Beitrag von Ömer Çelik in den sozialen Medien nach Mitternacht: „Gazi Mustafa Kemal Atatürk ist der Gründungsführer unseres Landes und unser gemeinsamer Wert. Wir danken allen unseren Bürgern, die Sensibilität bezüglich Atatürk gezeigt haben“, keine Reaktion von der Regierung kam?

Normalerweise sind wir ein Land, in dem selbst bei Fernsehserien alle Politiker sofort reagieren. Dass bei einem Vorfall, bei dem man Saudi-Arabien sogar eine diplomatische Note hätte überreichen können, geschwiegen wird, schmerzt zutiefst.

Das Land des Königs, für den wir bei seinem Tod Staatstrauer ausriefen und die mit dem Blut von Märtyrern gefärbte ‚Türkische Flagge‘ auf Halbmast setzten, stellt Polizisten vor die Tür der Umkleidekabine, damit keine Atatürk-T-Shirts getragen werden, und außer den Bürgern erhebt niemand seine Stimme!

Wenn man den Beduinen mehr Wert beimisst als nötig, wagt er es, den Gründer der Republik Türkei zu respektieren.

Man muss auch den Präsidenten beider Vereine gratulieren. Fenerbahçe und Galatasaray haben die aufrechte Haltung gezeigt, die der TFF nicht zeigen konnte.

Mal sehen, ob all die Politiker, die gestern Nacht keinen Ton von sich gaben, diejenigen, die Wert auf „einheimisch und national“ legen, die sich als Ultranationalisten oder Türkisten ausgeben und von nationalen Werten sprechen, heute ein paar Worte dazu sagen werden?

Sollen sie ruhig schweigen, keine Reaktion zeigen, ja sogar die Entschädigung zahlen, die die Saudis fordern, weil das Spiel nicht stattgefunden hat.

Aber jeder soll gut wissen: Man kann ihn nicht vernichten, indem man schweigt, ihn ignoriert, keine Reaktion zeigt, ihn respektlos behandelt oder gar beleidigt; die Liebe zu Atatürk ist wie ein stiller Schrei.

Selbst in Riad trifft sie seine Feinde bei Bedarf wie eine Ohrfeige ins Gesicht…

Zum Beispiel die „starken Männer“, die Ebrar Karakurt angegriffen haben: Ich wünschte, ihr wärt so mutig wie sie. Sie schickte eine Nachricht aus Russland: „Kommt, spielt in Russland… Ich übernehme alles, was mit Flaggen, der Nationalhymne und Atatürk zu tun hat“, sagte sie.

Von der Fraktion, die sich als nationalistisch ausgibt, ist immer noch nichts zu hören.

Ihr solltet euch schämen;

Vor Ebrar… Vor einer mutigen türkischen Frau wie Ebrar…

Vor der gelb-roten, gelb-blauen Liebe…

Vor den Menschen aus Samsun, die sagten: „Wir haben unsere Lichter eingeschaltet und warten“…

Vor Beşiktaş, das dazu einlud, das Finale im Viertel von Atatürk zu spielen…

Vor den bordeaux-blauen Herzen, die als Erste reagierten…

Vor den Kindern von Atatürk…

Der Pokal hat nun keinen Wert mehr. Dieses Spiel sollte nicht ausgetragen werden. In die Bilanz beider Teams sollte „Gewonnen“ eingetragen werden.

Weder Fenerbahçe noch Galatasaray brauchen einen weiteren Pokal in ihrer Vitrine.

Aber wir hatten diese Haltung nötig.

In unseren Herzen haben nun sowohl Fenerbahçe als auch Galatasaray einen besonderen Platz.

Wir sind stolz auf euch…