Die Ereignisse zwischen Palästina und Israel haben zur Bildung einer islamfeindlichen Front in Europa geführt.
Europas führende rechte Boulevardzeitungen haben in ihren aufeinanderfolgenden Berichten einen islamfeindlichen Ton angeschlagen.
Die meistgelesene Zeitung Deutschlands, Bild, schrieb in einem Bericht, den sie ihren Lesern am Vortag präsentierte, dass Demonstranten, die gegen die Geschehnisse in Palästina protestieren wollten, ein Kalifat wie den Islamischen Staat errichten wollten.
In dem von Frank Schneider und Justin Brosch verfassten Kommentarbericht wurde berichtet, dass etwa dreitausend Demonstranten mit „Allahu Akbar“-Rufen durch das Stadtzentrum von Essen zogen.
In dem Bericht hieß es: „Für Islamisten liegt die Lösung in einem strengen religiösen Kalifat, das auch Deutschland umfasst.“ Es wurde also impliziert, dass sie von einem islamischen Staat mitten in Europa träumen.
Es wurde daran erinnert, dass Ahmet Tamim, der als Redner an der Demonstration teilnahm, Mitglied der Partei Hizb-ut Tahrir ist, deren Aktivitäten in Deutschland seit 2003 verboten sind.
In einem Artikel der Sun, einer der meistgelesenen rechten Zeitungen Englands, wurden Palästina-Unterstützer als 'islamistische Schläger und ignorante Jugendliche' bezeichnet.
INTEGRATIONSPROBLEM
Was ist also der wahre Grund für diese ausgeprägte Islamfeindlichkeit in Europa? Die Antwort auf diese Frage liegt in den Äußerungen der britischen Innenministerin Suella Braverman. Braverman, die für ihre einwanderungsfeindliche Rhetorik bekannt ist, sagte: „Sie kommen aus dem Ausland, lernen die Sprache nicht, übernehmen keine britischen Werte und nehmen nicht am britischen Leben teil“ – eine Aussage, die eigentlich die gemeinsame Ansicht aller europäischen Politiker widerspiegelt…
Ob sie damit so unrecht haben, ist diskussionswürdig!
In vielen europäischen Ländern gründen Einwanderer ihre eigenen Viertel und leben ihre eigene Kultur. Zum Beispiel gibt es in Deutschland, Frankreich und England türkische Viertel, somalische Viertel, iranische Viertel…
Sie führen ihr Leben weiter, ohne die Sprache des Landes zu lernen, in dem sie leben.
Sie behalten ihre gewohnten Ess- und Trinkkulturen aus ihren Heimatländern bei. Sie kaufen in Märkten ein, die ihre eigenen Produkte verkaufen, und laufen in lokaler Kleidung herum. Es ist, als würden sie Miniaturen der Länder erschaffen, aus denen sie kommen, und dort leben.
Die in Europa stetig wachsende muslimische Bevölkerung ist genau der Grund, warum Politiker Angst haben. Die Palästina-Proteste haben einmal mehr gezeigt, dass es in Europa eine sehr große muslimische Bevölkerung gibt. Und diese Bevölkerung ist eine, die sich nicht in die Länder integriert, in denen sie lebt, und nicht wie die Einheimischen lebt!
EUROPA WILL KEINE MIGRANTEN
Europas Politik gegenüber illegalen Migranten ist klar. Die riesigen Mauern an der griechischen Grenze und die Pushback-Vorfälle in der Ägäis, die unter Lebensgefahr stattfinden, sind Realitäten, von denen wir täglich hören.
Großbritanniens Plan, Migranten nach Ruanda zu schicken, und der große Lastkahn, den sie als schwimmendes Gefängnis bezeichnen, in dem Migranten untergebracht werden, sind ständig in der internationalen Öffentlichkeit präsent.
Die Gelder, die sie vor allem an die Türkei und viele andere Länder zahlen, um den Übergang von Migranten nach Europa zu verhindern, sind ein Beweis dafür, wie ernst sie es mit diesem Thema meinen.
Könnten europäische Länder unter Berücksichtigung all dieser Parameter in naher Zukunft andere Wege ausprobieren, um die Türen Europas für diejenigen zu schließen, bei denen „Islam“ im Ausweis steht?
Obwohl dies nach internationalem Recht kaum möglich erscheint, denken Regierungen in erster Linie an ihr eigenes Volk und ihre Wähler. Das in Europa schnell verbreitete islamfeindliche nationalistische Denken könnte die derzeitige Toleranzpolitik verändern.
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Junges Paar stirbt bei Absturz mit Geländewagen 15 Meter in die Tiefe
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu