Wir sagen immer: „Der Tourismus ist am Ende“...
Bei Gott, er ist am Ende!
Angesichts der skandalösen Tanzvorführungen in verschiedenen Tourismusregionen, der unter dem Deckmantel von Shows inszenierten Peinlichkeiten und der Wucherpreise sind wir für ausländische Touristen kein attraktives Ziel mehr...
Für ausländische wie auch für einheimische Touristen ist es attraktiver, auf die griechischen Inseln zu reisen.
Wo wir gerade bei einheimischen Touristen sind: Schauen wir uns doch einmal an, wie es um sie steht.
Tourismus bedeutet nicht nur Gäste aus dem Ausland. Auch der Beitrag der einheimischen Touristen zur Branche ist enorm. Entschuldigung, er war enorm!
Aber abgesehen davon, dass die Menschen für einen Urlaub verreisen könnten... Die Leute sind nicht einmal mehr in der Lage, sich auf den Weg zu machen, um Freunde, Bekannte oder Verwandte zu besuchen. Besuche bei Familienältesten an Feiertagen sind mittlerweile ein Traum geworden. Die wirtschaftliche Not hat ein solches Ausmaß erreicht, dass die Menschen kaum noch wissen, wie sie sich ernähren sollen.
In letzter Zeit tauchen in den Medien häufig Berichte über Meinungsumfragen auf. Neulich bin ich auf Daten gestoßen, die einen wirklich Mitleid erregen. Laut Eurostat-Daten können 57,4 % der Bevölkerung in der Türkei nicht einmal die Kosten für einen einwöchigen Urlaub pro Jahr decken. Bei Familien mit Kindern liegt dieser Wert sogar bei über 70 %.
Das heißt, wie Sie sehen, spielt die Türkei auch in diesem Bereich wieder „an der Spitze“ mit... aber im negativen Sinne!
Nach den Eurostat-Daten für 2024 liegt der Anteil der Bevölkerung ab 16 Jahren, der sich keinen Urlaub leisten kann, in Europa bei 27 %. Bei uns sind es 57,4 %.
Wir sagen doch immer: „Deutschland beneidet uns... England beneidet uns... Frankreich steht kurz vor dem Platzen...“
In den Ländern, um die wir sie angeblich beneiden, können die Menschen zweimal im Jahr – einmal im Sommer, einmal im Winter – in den Urlaub fahren, ohne ihr Familienbudget zu sprengen.
Bei uns hingegen müssen die Menschen nicht nur für den Urlaub, sondern schon beim Einkauf auf dem Markt jeden Cent zweimal umdrehen.
Aber das sehen Sie nicht auf den Bildschirmen. Denn es gibt da einige Leute, die sich für Journalisten halten und im Fernsehen große Reden schwingen.
Sie behaupten, ein Kilo Tomaten koste in Europa so und so viel, Kartoffeln seien unbezahlbar, die Europäer fänden kein Brot mehr...
Ach, was soll das!
Solche Untersuchungen kommen bei ihnen nicht auf den Radar. Denn diese Daten passen ihnen nicht in den Kram.
Während sie dem Volk – ganz wie in den Predigten des Diyanet – einbläuen: „Kommt zurecht, seid dankbar, habt Geduld“, beziehen sie selbst gleichzeitig hohe Gehälter von mehreren Stellen, geben den Bürgern vor dem Bildschirm Ratschläge und machen Urlaub, wo und wann immer sie wollen.
Wie Sie wissen, ist ein weiteres Thema, das in letzter Zeit diskutiert wird, ein Gesetzesentwurf, der vorsieht, dass Beschäftigte im Dienstleistungssektor nur noch einen freien Tag alle zehn Tage haben sollen.
Das heißt: 30 Tage arbeiten, 3 Stunden ausruhen. Das war's.
„Was will der Arbeiter denn noch mehr?“
Und dann heißt es noch:
„Sie können nicht in den Urlaub fahren... Und was würden Sie dort schon machen? Nach Marmaris fahren und den Jugendlichen beim albernen Tanzen zusehen?“
Sollen alle schön sitzen bleiben, wo sie sind. Den Fernseher einschalten.
Und zusehen, wie das Land abhebt (!).
Urlaub, sagten Sie? Ach, kommen Sie... Was fällt Ihnen ein, Urlaub zu machen!
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