Istanbul rückt mit jedem Tag einen Schritt näher an das große Erdbeben heran. Wo das große Beben, vor dem Wissenschaftler fast einstimmig warnen, stattfinden wird und welche Regionen es betreffen wird, ist bereits bis auf Stadtteile und Häuser genau bestimmt.
Während eine so klare und lebenswichtige Realität besteht und Istanbul noch nicht auf das Erdbeben vorbereitet ist, wurde mit dem Bau von Kanal Istanbul schnell begonnen!
Während die Verwerfungslinien Istanbuls wie eine stille, aber tödliche Uhr ticken, warum klammert man sich leidenschaftlich an ein Projekt, das das ökologische Gleichgewicht stören, historische Strukturen bedrohen, die Bevölkerungsdichte erhöhen und Ressourcen sowie Energie des Staates verschlingen wird, anstatt lebenswichtige Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen?
Während nach Wegen gesucht werden sollte, Istanbul schnell zu einer erdbebensicheren Stadt zu machen, warum das Beharren auf „Kanal Istanbul“?
Betrachtet man die technischen Details des Projekts, so ist geplant, eine künstliche Wasserstraße zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmarameer zu eröffnen.
Geologen haben Berichte erstellt, die darauf hinweisen, dass es entlang der Route des Projekts zwar keine aktiven, aber seismisch sensible Zonen gibt. Sie haben zum Ausdruck gebracht, dass dies große Risiken birgt.
Am wichtigsten ist, dass die Nordanatolische Verwerfung, die das erwartete große Erdbeben unter dem Marmarameer auslösen wird, direkt südlich von Kanal Istanbul verläuft. Erdbebenexperten warnen davor, dass großflächige Ausgrabungen in diesem Gebiet Veränderungen im Grundwasserhaushalt verursachen werden und dass die eintretenden Veränderungen die seismische Aktivität beeinflussen könnten.
Gleichzeitig bedeutet die Erschließung der nördlichen Regionen, die aus Erdbebensicht weniger riskant sind, den Verlust der letzten sicheren Gebiete, die uns die Natur bietet.
Kanal Istanbul mag aus wirtschaftlicher oder geopolitischer Sicht unterschiedlich verteidigt werden. Doch wenn die Realität des Erdbebens ins Spiel kommt, ist die Erhöhung der Last einer so fragilen Stadt wie Istanbul weniger eine mutige Vision als vielmehr ein gefährliches Glücksspiel! Die Türkei hat nicht die Kraft, dieses Glücksspiel zu verkraften.
Auf der einen Seite die Sicherheit von Millionen von Menschen, auf der anderen Seite die Gier nach Profit und Beton!
Dienst am Vaterland erfordert, Prioritäten auf Investitionen zu setzen, die Leben retten. Nicht darauf, Luxusprojekte für Katarer zu entwickeln.
Dienst am Vaterland bedeutet, einen Notfallplan umzusetzen, der bei dem auf Istanbul wartenden großen Erdbeben so viele Menschenleben wie möglich rettet.
Denn die Priorität Istanbuls sind heute keine prunkvollen Luxusprojekte, sondern eine erdbebensichere und sichere Stadt zu werden, die das Leben der Millionen Menschen rettet, die dort leben!
Die Millionen Menschen, die in Istanbul leben, brauchen keinen Kanal Istanbul, sondern sichere Gebäude, die sie schützen und aus denen sie unbeschadet hervorgehen können.
Wahrer Dienst am Vaterland bedeutet, die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen über alles andere zu stellen!
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