Es war vor 106 Jahren…
Mustafa Kemal Atatürk betrat Samsun, um einem Volk, das unter der Besatzung erstickte, Hoffnung zu geben.
Jener Tag
war nicht nur der Beginn einer Befreiung, sondern auch der Tag, an dem ein neuer Weg gezeichnet wurde.
Dieser Weg war der Weg der Modernität.
Dieser Weg war Säkularismus, Gleichheit, Wissenschaft und Freiheit.
Heute ist wieder der 19. Mai. Doch das Bild des Landes ist ein völlig anderes.
Vor wenigen Tagen verletzte ein Geistlicher, der auf Einladung des Clubs für Islamische Studien an der Boğaziçi-Universität sprach, mit den Worten „Ein 6-jähriges Kind kann heiraten“ die Herzen vieler.
Nicht er, sondern die Studenten, die gegen diese Worte protestierten, wurden angegriffen.
97 Studenten wurden in Gewahrsam genommen, 6 von ihnen wurden verhaftet.
Ein junger Mensch sitzt nun im Gefängnis, weil er sagte: „Ich kann für die Kinder dieses Landes nicht schweigen.“
Das ist die Türkei…
Wir schreiben das Jahr 2025.
Ein Land, dessen Gründer den Säkularismus etablierte, diskutiert Kindesmissbrauch als „Interpretationssache“.
Die Universitätsjugend wird bestraft, wenn sie auf die Straße geht, um ihre Rechte zu verteidigen.
Sie stehen nicht nur für ihre eigene Zukunft auf, sondern für Kinder, die noch nicht sprechen und sich nicht selbst verteidigen können. Doch man verlangt von ihnen, zu schweigen.
Als Atatürk den 19. Mai der Jugend schenkte, gab er ihnen nicht nur einen Feiertag,
er gab ihnen auch eine Verantwortung:
Nicht zuzulassen, dass dieses Land in die Dunkelheit abgleitet.
Jeder junge Mensch, der heute für Säkularismus, Kinderrechte und das Lebensrecht von Frauen eintritt,
bewahrt eigentlich das Vermächtnis Atatürks…
Die Antwort an jene, die die Generation Z für „orientierungslos“ halten, lautet:
Diese jungen Menschen haben die Kraft, dieses vom Kurs abgekommene Land wieder auf den Weg Atatürks zu bringen.
Denn ihr Kompass
ist auf Wissenschaft, Freiheit und Gleichheit ausgerichtet…
Der 19. Mai ist nicht nur ein Feiertag,
er ist eine Mahnung:
Entweder wir beginnen wieder zu gehen,
oder wir werden zu stummen Zuschauern eines Landes, das in die Dunkelheit abdriftet.
Wir haben immer noch Hoffnung:
Die Generation Z, die widerspricht, hinterfragt und nicht schweigt!
Diese jungen Menschen leisten Widerstand, nicht nur für ihre eigene Zukunft, sondern für das ganze Land.
Atatürk hat dieses Land der Jugend anvertraut, weil er in ihren Herzen nicht Unterwürfigkeit, sondern Mut sah.
Solange die Jugend aufrecht steht, gibt es auch Hoffnung.
Der 19. Mai wird durch den Widerstand der Jugend ewig weiterleben!
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