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Wird die Loyalität zu Atatürk bestraft?

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Ist das Ablegen eines Eides auf Mustafa Kemal Atatürk eine Handlung, die dem Ansehen der türkischen Streitkräfte schadet?

Nach der Diplom- und Fahnenübergabezeremonie der Militärakademie des Heeres wurden junge Leutnants bestraft, die mit gezogenen Säbeln den Eid „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ leisteten. Erinnern wir uns:

Dieser Eid der jungen Leutnants, die ihre Säbel in die Luft hoben, ging in den sozialen Medien viral. Nachdem Präsident Erdoğan zunächst eine gemäßigte Haltung eingenommen hatte, änderte sich der Verlauf der Ereignisse, als er mit der Frage „Gegen wen zieht ihr die Säbel?“ reagierte.

Gegen die jungen Leutnants wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Nachricht, dass die Jahrgangsbeste, Leutnant Ebru Eroğlu, und der Regimentsälteste, Leutnant İzzet Talip Akarsu, mit dem Antrag auf Entlassung vor das Hohe Disziplinarkomitee geladen wurden, schlug in den sozialen Medien ein wie eine Bombe.

Ebru Eroğlu wurde gemäß Absatz C des Artikels 20 des Disziplinargesetzes der türkischen Streitkräfte vor das Hohe Disziplinarkomitee geladen.

Ich habe den Wortlaut des Artikels gelesen. Absatz C des TSK-Disziplinargesetzes besagt: „Verhaltensweisen, die den Dienst behindern: Handlungen und Verhaltensweisen, die dem Ansehen des Staates und der türkischen Streitkräfte schaden oder schwere Straftaten oder Disziplinarverstöße darstellen...“

Ist es ein Schaden für die von Mustafa Kemal Atatürk gegründete Republik Türkei und ihre ruhmreiche Armee, wenn man den Eid „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ leistet?

„Fällt es unter den Tatbestand eines schweren Disziplinarverstoßes, zu sagen ‚Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals‘ und darauf stolz zu sein?

Schadet das dem Ansehen des Staates der Republik Türkei?

Wird dann die Loyalität zu Atatürk nun als Straftat gewertet?

Leutnant Ebru ist unser ganzer Stolz. Zudem hat sie als Frau das Schwierigste erreicht. In einem Beruf, der als Männerdomäne gilt, hat sie es durch ihre Intelligenz, ihr Talent, ihren Ehrgeiz und ihren Fleiß geschafft, die Militärakademie des Heeres als Jahrgangsbeste abzuschließen. Während sie stolz gefeiert werden sollte, ist es falsch, sie dafür zu bestrafen, dass sie Atatürk von Herzen verbunden ist.

Wenn die Loyalität zu Atatürk und seinen Werten als Straftat gilt,

dann schreibt es in drei Spalten mit fetten, laut schreienden Lettern:

Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals.

Heute, morgen und für immer...