Für Grammy nominiert: Mehmet Ali Sanlıkol mit 'Bir İstanbul Çelebisi' im CRR
Mehmet Ali Sanlıkol, der in diesem Jahr mit seinem Album 'A Gentleman of Istanbul' (Bir İstanbul Çelebisi) für die Grammy Awards in der Kategorie 'Bestes klassisches Musikalbum' nominiert wurde, wird am 24. Februar ein Konzert im Cemal Reşit Rey (CRR) Konzertsaal der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) geben.
Bei dem Konzert wird Mehmet Ali Sanlıkol vom CRR-Sinfonieorchester unter der Leitung des Dirigenten Murat Cem Orhan begleitet. Während des Konzerts, bei dem die Türkei-Premiere von Sanlıkols Werk "Bir İstanbul Çelebisi" stattfinden wird, werden auch G.F. Handels "Ouvertüre zu Giulio Cesare in Egitto" sowie B. Bartóks "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta" interpretiert.
Prof. Mehmet Ali Sanlıkol, der seine Arbeit in Boston, Massachusetts, fortsetzt, schlägt Brücken zwischen seinem musikalischen Erbe und seinen kulturellen Wurzeln und schafft Werke, die traditionelle türkische Musik erfolgreich mit westlicher Musik verbinden.
Sanlıkol, der aus der Türkischen Republik Nordzypern stammt und als Dozent am New England Conservatory tätig ist, hat sich mit Alben wie "Turkish Hipster" und "A Gentleman of Istanbul" einen bedeutenden Platz in der internationalen Musikwelt erarbeitet.
NOMINIERUNG FÜR DIE GRAMMY AWARDS 2024
Das für die Grammy Awards in der Kategorie "Bestes klassisches Musikalbum" nominierte Werk "A Gentleman of Istanbul" ist eine viersätzige Sinfonie für Streicher, Schlagzeug, Klavier, Oud, Ney und Tenor, die vom Seyahatname (Reisebuch) von Evliya Çelebi inspiriert wurde.
Das Werk bietet eine neue Perspektive auf die muslimische Identität durch das kosmopolitische Weltbild von Evliya Çelebi. In dem Stück werden verschiedene Elemente aus Evliyas Reisebuch hervorgehoben, die von Wissenschaft bis Tragödie und von Fantasie bis Geschichte reichen.
Die Komposition interpretiert ausgewählte Elemente aus Evliya Çelebis Reisebuch in einer modernen musikalischen Sprache. Während der Teil "Die Uhren und Glocken von Wien" Bartók-Einflüsse trägt, formt sich "Der Tod der Kaya Sultan" als Jazz-Ballade um das Klavier herum.
Der Teil "Vegetarische Derwische" wird als eine Mischung aus türkischer Sufi-Musik und afrikanischer Musik, begleitet von der Ney, präsentiert. Der letzte Teil, "Alexander der Große", enthält Merkmale der klassischen osmanischen/türkischen Musik, während der programmatische Charakter des Textes dem Künstler Raum für Freiheit lässt.
Mit diesem Werk zielte Prof. Mehmet Ali Sanlıkol darauf ab, den Reichtum und die Vielfalt der osmanischen Kultur des 17. Jahrhunderts durch eine Sinfonie zu präsentieren. Das Werk nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise zwischen Konzertmusik, Jazz, afrikanischen Polyrhythmen und verschiedenen Stilen traditioneller türkischer Musik.
Nachrichtenquelle: 12punto
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