Streit am Set von Akasya Durağı vor 18 Jahren landet vor Gericht
Ein Vorfall am Set der einst sehr beliebten Fernsehserie Akasya Durağı, bei dem es um eine angebliche „Ohrfeige“ geht, ist 18 Jahre später ans Licht gekommen und hat zu gegenseitigen Anschuldigungen und einem Gerichtsverfahren geführt.
Der Vorfall, der wie eine Bombe einschlug, begann mit Äußerungen von Fatih Uçan, der in der Serie die Rolle des „Ali Kemal“ spielte. Fatih Uçan behauptete, dass Melek Baykal vor Jahren am Set von Akasya Durağı ihrer Schauspielkollegin Zeynep Dörtkardeşler eine Ohrfeige verpasst habe. Nach dieser Behauptung reichte Melek Baykal Strafanzeige gegen Fatih Uçan ein, da sie sich mit haltlosen Vorwürfen konfrontiert sah. Die einstige Zusammenarbeit wurde nun vor Gericht gebracht, wo beide Parteien ihre Rechte verteidigen.
Baykal erklärte in einer über ihren Anwalt Bilal Küçükşengün bei der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eingereichten Petition, dass die gegen sie gerichteten Aussagen einen „Rufmord“ darstellten. In der Strafanzeige heißt es:
„Fatih Uçan hat in einem Zeitungsinterview behauptet, meine Mandantin habe Zeynep Dörtkardeşler geohrfeigt und körperliche Gewalt ausgeübt. Dies sind durchweg unwahre Behauptungen. Tatsächlich hat die genannte Zeynep Dörtkardeşler diese Vorwürfe ebenfalls klar und deutlich dementiert. Uçan hat meine Mandantin in der Öffentlichkeit herabgewürdigt, psychische Gewalt ausgeübt und sie beharrlich verfolgt. Wir erstatten Anzeige gegen Fatih Uçan, der den Frieden und die Ruhe meiner Mandantin gestört, Verleumdungen verbreitet und ihre Persönlichkeitsrechte schwer verletzt hat.“
Nachdem die Reaktionen auf Fatih Uçans Behauptungen zunahmen und Baykal den Rechtsweg einschlug, folgte ein Gegenangriff von Uçan. Fatih Uçan, der zur Aussage vor Gericht erschien, behauptete, dass auch seine Rechte verletzt worden seien, und kündigte eine Gegenklage an. Uçan verteidigte den Vorfall mit folgenden Worten:
„Nach der Ohrfeige, die Melek Hanım Zeynep Dörtkardeşler verpasste, herrschte am gesamten Set großes Schweigen. Diese Ohrfeige war weder drehbuchbedingt noch Teil der Serie. Da Zeynep Hanım ihren Text vergessen hatte und in diesem Moment nicht in ihre Rolle fand, war es eine Situation hinter den Kulissen, die völlig auf die Erschöpfung von Melek Baykal zurückzuführen war. Melek Baykal hat mich mit ihren Aussagen in der Öffentlichkeit als Lügner und Verleumder dargestellt. In diesem Prozess wurden sogar meine Social-Media-Konten gesperrt. Das habe ich absolut nicht verdient, deshalb erstatte auch ich Anzeige gegen sie und möchte klagen.“
Damit ist ein Streit am Set, der sich angeblich vor Jahren während einer längst beendeten Serie ereignet haben soll, durch die gegenseitigen Anschuldigungen der Beteiligten erneut in den Fokus der türkischen Öffentlichkeit gerückt. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Rechtsstreit zwischen den ehemaligen Schauspielern der Serie Akasya Durağı ausgehen wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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