Verlorene Kunstwerke der Kariye-Moschee werden gesucht
In der historischen Kariye-Moschee im Istanbuler Stadtteil Fatih, die nach 79 Jahren wieder für den Gottesdienst geöffnet wurde, werden die während der Zeit als Museum verloren gegangenen, 400 Jahre alten osmanischen Kunstwerke gesucht: darunter die Minbar, die Predigtkanzel, Kerzenständer, Öllampen und kalligrafische Werke.
Das Gebäude, das im 6. Jahrhundert als Chora-Kirche erbaut wurde, wurde nach der Eroberung Istanbuls im Jahr 1509 von Atik Ali Pascha, einem der Großwesire von Sultan Bayezid II., in eine Moschee umgewandelt. Die am 2. August 1945 in ein Museum umgewandelte Kariye-Moschee wurde vor einiger Zeit nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten wieder für den Gottesdienst geöffnet.
Es wurde bekannt, dass während der Jahre, in denen die Kariye-Moschee als Museum diente, die 400 Jahre alten osmanischen Kunstwerke – Minbar, Predigtkanzel, Kerzenständer, Öllampen und kalligrafische Werke – verloren gingen. Während der Restaurierung der historischen Moschee wurden die Minbar und die Predigtkanzel anhand alter Fotos identifiziert und neu angefertigt.
Während die neu angefertigten Stücke in der wiedereröffneten historischen Moschee aufgestellt wurden, wird weiterhin nach den anderen verschollenen Werken aus der Zeit des Osmanischen Reiches gesucht.
Der Kunsthistoriker und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Kariye-Moschee, Hayri Fehmi Yılmaz, erklärte, dass bei der Restaurierung der Kariye-Moschee die Predigtkanzel und die Minbar auf der Grundlage alter Fotos rekonstruiert wurden.
'KALLIGRAFISCHE TAFELN KONNTEN NICHT GEFUNDEN WERDEN'
Yılmaz sagte: "Leider sind während des Prozesses der Umwandlung in ein Museum einige Teile der Struktur, wie die Minbar, die Predigtkanzel und die kalligrafischen Tafeln an den Wänden, verloren gegangen. Die Minbar wurde zuletzt in der Molla-Zeyrek-Moschee gesehen, es gibt Fotos davon. Aber danach verliert sich ihre Spur. Basierend auf alten Fotos wurden die Predigtkanzel und die Minbar neu angefertigt und im Inneren der Moschee platziert. Die kalligrafischen Tafeln konnten bisher nicht gefunden werden.
Vielleicht werden wir sie eines Tages in einem unserer Museen wiederfinden. So Gott will, werden die Kerzenständer, Öllampen usw. in die Moschee zurückkehren und die elegante Dekoration der Moschee wird wieder sichtbar sein. Man wird sowohl die Meisterwerke der christlichen Malerei betrachten können als auch, wenn die kalligrafischen Tafeln wieder an ihren Platz im Gebetsraum zurückkehren, die Beispiele der islamischen Kalligrafiekunst. Auf diese Weise wird die Moschee einen neuen Reichtum gewinnen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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