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Anhaltender Stress und Angst können Ihre psychische Gesundheit gefährden

Stress, eines der größten Probleme der modernen Zeit, zehrt schleichend an Körper und Geist. Insbesondere die Stressfaktoren des städtischen Lebens bedrohen weiterhin die psychische Gesundheit. Was kann man also tun, um Stress zu bewältigen und die psychische Gesundheit zu schützen? Hier sind die Details...

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Anhaltender Stress und Angst können Ihre psychische Gesundheit gefährden

Die Fachpsychologin Jülide Unutmaz vom Anadolu Sağlık Merkezi Hastanesi erklärt, dass die psychische Gesundheit aus verschiedenen Gründen gefährdet sein kann: „Der psychische Zustand einer Person beeinflusst ihre Gedanken, Gefühle und ihr Verhalten maßgeblich. Deshalb ist es für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden sehr wichtig, zu lernen, mit Stress umzugehen. Wenn unsere psychische Integrität gestört ist, wirkt sich dies nicht nur negativ auf unsere Stimmung aus, sondern auch auf unsere körperliche Gesundheit, unser Berufsleben und unsere sozialen Beziehungen.“

STRESS KANN AUCH VON DER PERSON SELBST AUSGEHEN

Unutmaz erläutert, dass Stress eine körperliche und psychologische Reaktion auf Situationen ist, in denen sich eine Person bedroht oder unter Druck fühlt: „Stress ist ein Anpassungsmechanismus des Körpers; er entsteht, um auf Veränderungen oder Anforderungen zu reagieren. Daher kann er sowohl umweltbedingt sein als auch von der Person selbst ausgehen. Er kann sich durch Umweltfaktoren wie Arbeitsbelastung, Prüfungen, finanzielle Probleme, Umzüge, Heirat, Scheidung oder Krankheiten äußern, aber auch durch inneren Druck wie Perfektionismus, hohe Erwartungen, Ängste oder durch Situationen wie Zukunftsängste oder Arbeitslosigkeit.“

STRESS KANN DIE URSACHE FÜR KONZENTRATIONSSCHWIERIGKEITEN SEIN

Unutmaz erklärt, dass psychische Gesundheit das emotionale, psychologische und soziale Wohlbefinden des Einzelnen bedeutet: „Die Fähigkeit, unseren Stress zu bewältigen, spielt eine wichtige Rolle bei der Pflege von Beziehungen zu anderen Menschen, bei wichtigen Entscheidungen – kurzum in jedem Moment des Lebens. Ein ausgeglichener Geist ermöglicht es uns, unsere Funktionalität im Alltag zu bewahren, gesunde Beziehungen aufzubauen, Herausforderungen zu bewältigen und unser eigenes Potenzial zu entfalten. Obwohl die Symptome von Stress je nach Person, Intensität und Dauer variieren können, sind Angst, Unruhe, Nervosität, Wutausbrüche, Motivationsverlust, Konzentrationsschwierigkeiten, ständige Sorgen, Pessimismus, Hoffnungslosigkeit und der Wunsch, sich aus sozialen Beziehungen zurückzuziehen, weit verbreitet.“

LANGANHALTENDE KÖRPERLICHE ERKRANKUNGEN BEEINFLUSSEN DIE PSYCHISCHE GESUNDHEIT

Unutmaz weist darauf hin, dass es viele Faktoren gibt, die die psychische Gesundheit beeinflussen, auch wenn Stress einer der wichtigsten ist: „Ängstliche Ereignisse, Verluste, traumatische Erfahrungen wie Missbrauch, soziale Isolation, finanzielle Schwierigkeiten, familiäre Konflikte, Beziehungsprobleme, lang anhaltende körperliche Erkrankungen, Substanzmissbrauch, schlechter Schlaf, schlechte Ernährung, mangelnde Selbstfürsorge und negative Denkmuster beeinflussen unseren psychischen Zustand ebenso stark wie Stress. Es ist möglich, dass diese negativen Einflüsse nach einer gewissen Zeit körperliche Auswirkungen wie Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Müdigkeit, Schlafprobleme, Verdauungsprobleme, Herzklopfen und Appetitveränderungen zeigen.“

10 RATSCHLÄGE VOM EXPERTEN, UM STRESS UNTER KONTROLLE ZU BRINGEN

1- Praktizieren Sie Atem- und Entspannungsübungen, da tiefes Atmen den Körper beruhigt.

2- Leichte Sportarten wie Gehen, Yoga und Pilates reduzieren Stresshormone. Integrieren Sie daher unbedingt regelmäßige Bewegung in Ihr Leben.

3- Achten Sie auf Ihren Schlafrhythmus, indem Sie versuchen, jeden Tag zur gleichen Zeit zu schlafen und aufzuwachen.

4- Eine gesunde und ausgewogene Ernährung erhöht die Stresstoleranz, da sie Blutzuckerschwankungen verhindert.

5- Legen Sie Ihre Prioritäten für den Tag fest und achten Sie auf Zeitmanagement, indem Sie Ihre Aufgaben in kleine Teile zerlegen.

6- Schaffen Sie sich angenehme Zeiten, indem Sie Ihren Hobbys nachgehen, Zeit in der Natur verbringen oder Musik hören.

7- Seien Sie sich der entlastenden Wirkung von Gesprächen mit vertrauenswürdigen Menschen bewusst und zögern Sie nicht, soziale Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

8- Gehen Sie freundlich und realistisch mit sich selbst um, erkennen Sie Ihre negativen Gedanken und strukturieren Sie diese neu.

9- Versuchen Sie es mit Meditation und Achtsamkeit (Mindfulness). Zu lernen, im Moment zu bleiben, hilft dabei, Ängste unter Kontrolle zu halten.

10- Wenn Sie unter ernsthaften psychischen Problemen im Zusammenhang mit Stress leiden, suchen Sie professionelle Hilfe. Die Unterstützung durch Psychologen entlastet nicht nur Ihre emotionale Last, sondern hilft Ihnen auch, neue Bewältigungsstrategien für Ihre Probleme zu entdecken.

 


Nachrichtenquelle: 12punto

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