Juristen warnen! Emojis können Sie in Schwierigkeiten bringen
Ein Gericht in Diyarbakır hat einen Angeklagten wegen sexueller Belästigung verurteilt, weil er einer ihm unbekannten Person Herz- und Kuss-Emojis geschickt hatte. Die rechtliche Bedeutung von Emojis gewinnt zunehmend an Gewicht.
Emojis, die wir in unserem täglichen Leben häufig verwenden, nehmen in rechtlichen Prozessen einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Tevfik İmamoğlu, ein Anwalt der Anwaltskammer Kayseri, erklärte, dass Emojis Gegenstand von Straftaten wie Bedrohung, Beleidigung und sexueller Belästigung sein können.
İmamoğlu sagte: "Emojis werden schnell in das Rechtssystem integriert. In Kanada beispielsweise wurde das Hinzufügen eines 'Daumen hoch'-Emojis zu einem Verkaufsangebot als Annahme gewertet. In den USA wurden Emojis wie eine Pistole oder eine Faust als Drohung angesehen."

PRÄZEDENZFALL IN DIYARBAKIR
Ein kürzlich ergangenes Gerichtsurteil in Diyarbakır hat die rechtlichen Konsequenzen von Emojis verdeutlicht. Das 7. Strafgericht erster Instanz in Diyarbakır verurteilte einen Angeklagten wegen sexueller Belästigung, nachdem dieser einer ihm unbekannten Person Herz- und Kuss-Emojis geschickt hatte. Das Gericht wertete dies als Erleichterung der Straftat durch elektronische Kommunikation.
İmamoğlu warnte: "Obwohl im türkischen Recht anerkannt ist, dass Emojis für sich allein genommen keine Straftat darstellen, können sie in Verbindung mit der Intensität der Handlung und anderen Beweismitteln eine Straftat begründen. Wir werden in Zukunft mehr Prozesse im Zusammenhang mit Emojis sehen. Ich rate unseren Bürgern, Emojis vorsichtig zu verwenden und sich in privaten Nachrichten gesetzeskonform zu verhalten."
Nachrichtenquelle: İHA
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