Dritter Verhandlungstag im Prozess gegen Ehemann, der seine Frau niederstach
Im Prozess gegen einen Mann, der im Bezirk 19 Mayıs in Samsun seine im Scheidungsprozess befindliche Ehefrau an fünf Stellen niedergestochen hatte, wurde auch am dritten Verhandlungstag kein Urteil gefällt. Die Verhandlung wurde auf Montag, den 16. Juni, vertagt.
Der Vorfall ereignete sich am 2. Januar 2025 im Stadtteil Cumhuriyet. Dem Vorwurf zufolge drang Birol Ordulu (45), gegen den im Rahmen des Gesetzes Nr. 6284 eine einstweilige Verfügung vorlag, während seine Frau nicht zu Hause war, mit einem Schlüssel, den er von seinem Sohn erhalten hatte, in das Haus ein.
Der Angreifer versteckte sich hinter der Tür, bedrohte seine Ehefrau Muradiye Ordulu (38) bei deren Rückkehr mit einer Waffe, die er ihr an den Kopf hielt, und stach nach einem darauf folgenden Streit an fünf Stellen auf die Frau ein.
Die schwer verletzte Muradiye Ordulu wurde nach einer langen Behandlungsphase aus dem Krankenhaus entlassen. Birol Ordulu wurde festgenommen und in ein Gefängnis überstellt.
Der Prozess gegen Birol Ordulu wegen des Vorwurfs des „versuchten vorsätzlichen Mordes an der Ehefrau unter Planung“ wurde fortgesetzt. Am dritten Verhandlungstag vor dem Gericht in Bafra wurde kein Urteil gefällt; die Verhandlung wurde auf Montag, den 16. Juni, vertagt.

Die Anwältin der geschädigten Frau, Rabiya Türkmen, erklärte: „Meine Mandantin war über Jahre hinweg sowohl physischer als auch psychischer Gewalt ausgesetzt. Der Vorfall vom 2. Januar ist kein gewöhnlicher Gewaltakt, sondern ein geplanter Mordversuch.
Der Angeklagte hat die gegen ihn verhängte einstweilige Verfügung verletzt, ist unbefugt in das Haus meiner Mandantin eingedrungen, hat sie mit einer Waffe bedroht und anschließend an fünf Stellen niedergestochen. In diesem Fall wurde ein Frauenmord nur knapp verhindert. Es ist nun zwingend erforderlich, dass die Justiz das Strafmaß voll ausschöpft.“
„ICH HABE KEINE SICHERHEIT FÜR MEIN LEBEN“
Muradiye Ordulu, die den Angriff wie durch ein Wunder überlebte, sagte nach der Verhandlung: „Ich möchte, dass er die Strafe erhält, die er verdient. Ich habe Angst, dass er, falls er in naher Zukunft aus dem Gefängnis entlassen wird, sein Werk vollendet. Selbst aus dem Gefängnis heraus bedroht er mich mit Briefen. Ich habe Angst, weil ich immer noch keine Sicherheit für mein Leben habe. Ich erwarte, dass die Gerechtigkeit siegt.“
Nachrichtenquelle: İHA
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