Haftstrafe für Angeklagten nach dem Tod von Anıl, dem Cousin von Oğuz Murat Aci
Der Angeklagte, der in Silivri mit seinem Lkw den auf dem Seitenstreifen stehenden Anıl Aci – den Cousin des bei einem anderen Unfall verstorbenen Oğuz Murat Aci – erfasste und tötete, wurde im ersten Prozessauftakt zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt und aus der Untersuchungshaft entlassen.
Anıl Aci, der Cousin von Oğuz Murat Aci, welcher in Eyüpsultan bei einem Unfall mit einem von der Autorin Eylem Toks Sohn ohne Führerschein gesteuerten Fahrzeug ums Leben gekommen war, verstarb am 11. März auf dem Seitenstreifen der TEM-Autobahn in Silivri, als er sein dort liegengebliebenes Auto untersuchte und von einem Lkw erfasst wurde.
Im ersten Prozessauftakt gegen den Angeklagten Sait İ., der den Lkw fuhr und den Tod von Anıl Aci verursachte, wurde das Urteil verkündet.
Der inhaftierte Angeklagte Sait İ. wurde per Videoübertragung (SEGBİS) zum 5. Amtsgericht für Strafsachen in Silivri zugeschaltet. Die Nebenkläger Hülya Akbulut und Soner Aci waren ebenfalls mit ihren Anwälten bei der Verhandlung anwesend.
"ICH HABE DIE POLIZEI UND DEN KRANKENWAGEN GERUFEN"
In seiner Verteidigung erklärte der Angeklagte: "Am Tag des Vorfalls war ich auf dem Weg von Çorlu in Richtung Hadımköy. Aufgrund des Windes geriet mein Fahrzeug nach rechts. Ich konnte es nicht unter Kontrolle bringen. Als ich das Fahrzeug auf dem Seitenstreifen bemerkte, versuchte ich nach links auszuweichen, konnte den Unfall jedoch nicht verhindern. Als ich merkte, dass ich eine Person angefahren hatte, stieg ich aus und rief die Polizei und den Krankenwagen. Ich bereue den Vorfall zutiefst", sagte er.

"ER IST AUF DEN SEITENSTREIFEN GEFAHREN UND HAT DEN TOD MEINES SOHNES VERURSACHT"
Soner Aci, der angab, während des Unfalls mit seinem Sohn auf dem Seitenstreifen gewesen zu sein, erklärte: "Der Angeklagte ist trotz unserer Anwesenheit auf den Seitenstreifen gefahren und hat den Tod meines Sohnes verursacht. Ich erstatte Anzeige", sagte er.
Der Staatsanwalt, der in der Verhandlung sein Plädoyer zur Sache vortrug, erklärte, dass der Angeklagte am Tag des Vorfalls mit seinem Lkw in Richtung Silivri unterwegs war und dabei das aufgrund einer Panne auf dem Seitenstreifen stehende Fahrzeug sowie das Opfer erfasste und dessen Tod verursachte.
In dem Plädoyer wurde festgehalten, dass der Angeklagte unter Missachtung seiner Sorgfaltspflichten gefahren sei und den Tod fahrlässig verursacht habe.
VERURTEILUNG ZU 2 JAHREN UND 6 MONATEN HAFT UND ENTLASSUNG
Als der Angeklagte nach seinem letzten Wort gefragt wurde, bat er das Gericht um Freispruch und Entlassung aus der Haft.
Das Gericht verkündete das Urteil und verurteilte den Angeklagten Sait İ. wegen 'fahrlässiger Tötung' zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft. Unter Berücksichtigung der bereits verbüßten Untersuchungshaft wurde seine Entlassung angeordnet.
Unter Berücksichtigung des Unfallhergangs und der Schuldfrage entschied das Gericht zudem, den Führerschein der Klasse C des Angeklagten für einen Zeitraum von 9 Monaten einzuziehen.
Nachrichtenquelle: İHA
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