Neue Entwicklung im Fall der 2018 in Istanbul verschwundenen Emine Özkaya
Im Fall der im Dezember 2018 in Istanbul verschwundenen Emine Özkaya sind neue Details ans Licht gekommen. Zwei im Rahmen der Ermittlungen festgenommene Verdächtige wurden von einem Gericht in Untersuchungshaft genommen. Zudem stellte sich heraus, dass der Hauptverdächtige, Amjed Mohsin Muhammed M., bereits 2021 wegen des Mordes an einer anderen damaligen Lebensgefährtin, die er mit einer Axt getötet hatte, zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Teams der Vermisstenstelle der Kriminalpolizei der Istanbuler Sicherheitsdirektion haben im Zuge ihrer nachrichtendienstlichen Ermittlungen zum Verbleib von Emine Özkaya, die im Dezember 2018 am Flughafen Istanbul-Atatürk verschwand und von der seitdem jede Spur fehlte, neue Details aufgedeckt. Bei technischen und operativen Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass Özkaya am 2. Dezember 2018 gegen 09:40 Uhr von Polen kommend am Flughafen Istanbul-Atatürk in die Türkei eingereist war, zum Busbahnhof 15 Temmuz Demokrasi Otogarı gefahren war und dort Kontakt zu ihrem damaligen Lebensgefährten, dem irakischen Staatsbürger Amjed Mohsin Muhammed M., aufgenommen hatte, um anschließend mit dem Bus nach Eskişehir zu reisen.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wurde festgestellt, dass Emine Özkaya am selben Tag gegen 18:30 Uhr den Busbahnhof in Eskişehir erreichte und sich mit Amjed Mohsin Muhammed traf. Am 3. Dezember 2018 gegen 03:00 Uhr wurden von Özkayas Mobiltelefon Nachrichten an Familienangehörige und Freunde versendet; danach konnte kein Kontakt mehr zu ihr hergestellt werden.
Es wurde ermittelt, dass der Verdächtige Amjed Mohsin Muhammed M. in jener Nacht die Wohnung allein verließ, nach Şanlıurfa reiste, einige Tage später zurückkehrte und eine Woche darauf aus der Wohnung auszog.
Daraufhin werteten die Teams die Hinweise und operativen Erkenntnisse aus und führten eine detaillierte Untersuchung in der Wohnung von Amjed Mohsin Muhammed M. in Eskişehir durch. Bei den Untersuchungen wurden unter dem Parkettboden im Wohnzimmer Spuren entdeckt. Nach der Analyse der am Tatort gefundenen Spuren wurden DNA-Proben von einer Frau und vier Männern zur weiteren Untersuchung an das Institut für Rechtsmedizin in Istanbul gesendet.
Die Ermittler vertieften den Fall und führten am 11. Juli 2025 in Gaziantep, Kocaeli und Şanlıurfa zeitgleich Razzien durch, da der Verdacht bestand, dass die seit sieben Jahren vermisste Emine Özkaya von ihrem Lebensgefährten Amjed Mohsin Muhammed M. ermordet und ihre Leiche beseitigt wurde. Bei der Operation wurden die Verdächtigen Asaad Monsin M.M. (37), D.U.B. (33) und E.A. (34) festgenommen und nach Istanbul gebracht.
Die drei Verdächtigen, deren Vernehmungen bei der Kriminalpolizei der Istanbuler Sicherheitsdirektion abgeschlossen waren, wurden am 14. Juli dem Haftrichter vorgeführt. Während D.U.B. und E.A. unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt wurden, wurden Asaad Monsin M.M., der in Kocaeli wegen vorsätzlicher Tötung polizeilich bekannt war, sowie der Hauptverdächtige des Falls, Amjed Mohsin Muhammed M., wegen vorsätzlichen Mordes durch Planung und Vorbereitung in Untersuchungshaft genommen.
Unterdessen kam ans Licht, dass der Hauptverdächtige Amjed Mohsin Muhammed M. bereits 2021 in Eskişehir wegen des Mordes an einer anderen damaligen Lebensgefährtin, die er mit einer Axt zerstückelt hatte, festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt worden war.
Nachrichtenquelle: İHA
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