Spuren im Abschiedsbrief wecken Mordverdacht: Am Valentinstag tot aufgefunden
In der Ermittlung zu einer Frau, die am 14. Februar im Stadtteil Altıntaş im Bezirk Aksu in Antalya angeblich durch einen Schuss aus einem Gewehr Suizid begangen haben soll, deutet die von der Generalstaatsanwaltschaft Antalya erstellte Anklageschrift darauf hin, dass es sich nicht um einen Suizid, sondern um einen Mord handeln könnte.
Der Vorfall kam ans Licht, als H.K. den 112-Notruf wählte und meldete, dass er den leblosen Körper seiner Ehefrau in der Wohnung gefunden habe. Rettungskräfte stellten fest, dass Düriye Çiğdem Keklik (33) durch einen Schuss aus einem Gewehr in die Brust ums Leben gekommen war.
Am Tatort wurde ein Brief mit folgendem Inhalt gefunden: „Ich habe dich nicht betrogen, ich weiß nichts von den Fotos. Ich habe an niemanden außer dich gedacht. Ich habe dich mehr geliebt als mein eigenes Leben. Es tut mir sehr leid, dass ich dir das angetan habe. Verzeih mir. Ich nehme mir aus eigenem Willen das Leben, du wirst mich los.“ Dass auf dem Brief der Fingerabdruck von H.K. identifiziert wurde, veränderte den Verlauf des Falls.
In der Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft Antalya, die Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet hatte, wurde betont, dass die Blutspuren am Tatort, Schmauchspuren und der Fingerabdruck auf dem Brief im Widerspruch zu den Aussagen von H.K. stehen.
Es wurde darauf hingewiesen, dass der Brief Düriye Çiğdem Keklik möglicherweise unter Zwang geschrieben wurde.
Zudem wurde behauptet, dass H.K. systematische Gewalt gegen seine Ehefrau ausgeübt habe, das Opfer unter Angst und Druck gelebt habe und es am Tag des Vorfalls zu einem Streit zwischen den Eheleuten gekommen sei.
In der Anklageschrift wird zudem angeführt, dass der Verdächtige nach dem Mord den Tatort manipuliert haben könnte, um einen Suizid vorzutäuschen.

VORWÜRFE ZURÜCKGEWIESEN
H.K., der nach seiner Festnahme dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert wurde, wies die Vorwürfe in seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft zurück. H.K. erklärte, dass er auf dem Telefon seiner Frau, mit der er seit 5 Jahren zusammen war und die er 2024 geheiratet hatte, Fotos von früheren Liebhabern gefunden habe und sie sich deshalb am 13. Februar gestritten hätten. H.K. sagte: „Ich habe meiner Frau gesagt, sie solle die Fotos löschen. Sie sagte, sie hätte sie gelöscht, aber sie waren noch im Papierkorb. Ich sagte ihr, dass sie mich respektlos behandelt habe, wurde wütend und ging raus. Meine Frau hatte Herzprobleme, deshalb kehrte ich nach Hause zurück.“

H.K. behauptete, der Streit habe sich am nächsten Tag fortgesetzt, er sei jedoch zur Arbeit gegangen und habe seine Frau am Morgen nach seiner Rückkehr nach Hause mit einem Gewehr suizidiert aufgefunden. Er sagte: „Ich habe meinen Arbeitsplatz in dieser Nacht nicht verlassen. Meine Frau hatte mir ihr Telefon gegeben und gesagt: ‚Schau dir alles an, was du willst, ich habe keine Geheimnisse vor dir‘.“
Der Prozess gegen H.K. wird in den kommenden Monaten gemäß der von der Generalstaatsanwaltschaft Antalya erstellten Anklageschrift beginnen. Gerichtsmedizinische Gutachten, Tatortuntersuchungen und die Analyse der Beweismittel werden in dem Verfahren eine entscheidende Rolle spielen.
Nachrichtenquelle: İHA
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Junges Paar stirbt bei Absturz mit Geländewagen 15 Meter in die Tiefe
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu