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Stellungnahme von KA.DER zum 'Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen'

Der Verein zur Unterstützung von Kandidatinnen (KA.DER) hat anlässlich des 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, eine Presseerklärung veröffentlicht. Als Teil und Fürsprecher der langjährigen Kämpfe der Frauenbewegung möchte der Verein die Gewalt gegen Frauen in der Politik sichtbar machen und ein kollektives Bewusstsein für dieses Thema schaffen.

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Stellungnahme von KA.DER zum 'Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen'

In der veröffentlichten Presseerklärung heißt es:

Die Teilhabe von Frauen am politischen Raum bemisst sich nicht allein an Repräsentationsquoten; sie ist nur durch die Gewährleistung möglich, Politik unter sicheren und gleichberechtigten Bedingungen frei von Gewalt betreiben zu können. Heute sind Politikerinnen in der Türkei und weltweit bei der Ausübung ihrer Aufgaben verschiedenen Formen von physischer, psychischer, wirtschaftlicher, digitaler und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Diese Gewalt ist weit mehr als eine individuelle Erfahrung; sie ist ein strukturelles Problem, das die Präsenz von Frauen in politischen Prozessen schwächt und das demokratische Funktionieren beeinträchtigt.

Dass Frauen in Gemeinderäten das Wort abgeschnitten wird, sie in Sitzungen systematisch ignoriert werden, sie während Wahlperioden diskreditierenden Kampagnen ausgesetzt sind sowie geschlechtsspezifische Hassrede und digitale Angriffe; all dies bedroht direkt die Beständigkeit von Frauen in der Politik. Dieses Bild wertet die Arbeit von Frauen im politischen Raum ab und schwächt gleichzeitig das Recht auf gleichberechtigte Vertretung in den Entscheidungsgremien der Gesellschaft.

Politische Parteien, Kommunalverwaltungen und alle politischen Institutionen tragen Verantwortung angesichts dieses Problems.

Zur Prävention von Gewalt gegen Frauen in der Politik ist es notwendig:

Klare, transparente und umsetzbare parteiinterne Richtlinien zu implementieren, die alle Formen von Gewalt anerkennen und sanktionieren,

Ethische Grundsätze und Disziplinarverfahren zu stärken, die die Sicherheit von Politikerinnen in den Vordergrund stellen,

Die Perspektive der Geschlechtergleichstellung in Kommunalverwaltungen und Parteiorganisationen in eine institutionelle Kultur zu überführen,

Die effektive Nutzung rechtlicher, technischer und schützender Mechanismen gegen digitale Gewalt sicherzustellen,

Den Zugang von Frauen zu Solidaritätsnetzwerken, rechtlicher Unterstützung und psychosozialer Beratung zu verbessern.

Die Errungenschaften der Frauenbewegung sind durch Solidaritätsnetzwerke gewachsen, in denen Frauen einander stärken. Der heutige Kampf gegen Gewalt gegen Frauen in der Politik wird nur durch die Kraft der Frauensolidarität, die Entschlossenheit institutioneller Schritte und die Vertiefung des gesellschaftlichen Bewusstseins möglich sein.

Unser Ziel als KA.DER ist es, nicht nur sicherzustellen, dass Frauen in der Politik Fuß fassen, sondern dass sie in einem gleichberechtigten, freien und von Gewalt befreiten politischen Raum stark und dauerhaft präsent sind. In diesem Sinne rufen wir alle politischen Institutionen, Entscheidungsträger und die Gesellschaft dazu auf, Gewalt gegen Frauen in der Politik anzuerkennen, sichtbar zu machen und konkrete Schritte zu ihrer Prävention zu unternehmen.

Eine Demokratie, die durch die Arbeit von Frauen gestärkt wird, ist möglich.

Eine Politik für Frauen, die gleichberechtigt, sicher und gewaltfrei ist, ist möglich.

KA.DER – Verein zur Unterstützung von Kandidatinnen


Nachrichtenquelle: 12punto

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