Skandal um gefälschte Gesundheitszeugnisse in Beylikdüzü
Im staatlichen Krankenhaus von Beylikdüzü wurde die Ausstellung gefälschter Gesundheitszeugnisse aufgedeckt. Mit einem dieser Dokumente wurde die Aufenthaltsdauer einer ausländischen Person in der Türkei unrechtmäßig verlängert.
In Istanbul ist ein neuer Betrugsfall ans Licht gekommen. Eine ausländische Person namens O.S. hatte bei der Istanbuler Provinzverwaltung für Migrationsangelegenheiten einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis gestellt.
Wie Can Uğur von der Zeitung Cumhuriyet berichtet, enthielten die Antragsunterlagen ein angeblich vom staatlichen Krankenhaus Beylikdüzü ausgestelltes Gesundheitszeugnis, in dem behauptet wurde, die Person könne ein Jahr lang nicht reisen. Die im Bericht genannte Identifikationsnummer und das Fachgebiet des Arztes stimmten jedoch nicht überein. Dies erregte die Aufmerksamkeit des medizinischen Personals und ließ den Verdacht auf Betrug aufkommen.
REAKTION DER MIGRATIONSBEHÖRDE UND DES KRANKENHAUSES
Die Istanbuler Provinzverwaltung für Migrationsangelegenheiten sandte am 30. Juli ein offizielles Schreiben an das staatliche Krankenhaus Beylikdüzü, um die Echtheit des Berichts zu überprüfen.
Die Krankenhausleitung stellte bei ihrer Untersuchung fest, dass der Bericht nicht in ihren Systemen registriert war, das Fachgebiet des Arztes falsch angegeben wurde und die Identitätsdaten nicht der Wahrheit entsprachen. Daraufhin erstattete das Krankenhaus am 4. August bei der Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece Strafanzeige.
METHODEN DER FÄLSCHUNG VON DOKUMENTEN
Das Dokument wurde unter Verwendung echter Daten einer Gesundheitseinrichtung und eines Arztes erstellt und durch inhaltliche Manipulationen als offiziell dargestellt. Dank offensichtlicher Unstimmigkeiten auf dem Dokument flog der Schwindel jedoch auf.
Behörden wiesen darauf hin, dass ähnliche inhaltliche Manipulationen auch bei anderen öffentlichen Einrichtungen vorkommen könnten.
Der CHP-Abgeordnete für Istanbul, Suat Özçağdaş, erklärte zu dem Vorfall, dass die digitale Sicherheit der Türkei bedroht sei. Özçağdaş sagte: „Der Fall des gefälschten Berichts im staatlichen Krankenhaus Beylikdüzü ist kein Einzelfall. Die Krankenhausleitung muss der Öffentlichkeit mitteilen, wie viele solcher Vorfälle es in demselben Krankenhaus noch gegeben hat.“ Zudem betonte er, dass die Verantwortlichen, die diese digitale Sicherheitslücke nicht verhindern konnten, zurücktreten müssten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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