Zem Narenciye-Arbeiter protestieren: 'Unsere Rechte wurden mit Füßen getreten, wir wurden ohne Abfindung vor die Tür gesetzt'
Arbeiter des Gewächshausbetriebs Zem Narenciye im Bezirk Yenişehir in Bursa, der zur Çay Holding gehört, haben über die Zustände berichtet, denen sie nach eigenen Angaben seit Jahren ausgesetzt sind. Die Arbeiter erklärten, dass ihre Gehälter nicht gezahlt wurden, sie unter schlechten Arbeitsbedingungen litten und schließlich unter Berufung auf den 'Kod 48' fristlos und ohne Abfindung entlassen wurden.
Arbeiter des Gewächshausbetriebs Zem Narenciye im Bezirk Yenişehir in Bursa, der zur Çay Holding gehört, haben sich zusammengeschlossen, um ihre Erfahrungen öffentlich zu machen, da sie ihre Rechte verletzt sehen.
Die Arbeiter von Zem Narenciye gaben an, dass sie in dem Betrieb, in dem sie lange Zeit beschäftigt waren, psychischem Druck, Beleidigungen und Misshandlungen ausgesetzt waren. Sie erklärten, dass ihre Gehälter verspätet gezahlt wurden, Überstunden nicht vergütet wurden und ihre Grundbedürfnisse wie Wasser und Verpflegung nicht regelmäßig gedeckt wurden.
BEHAUPTUNG: ARBEITER MUSSTEN BACHWASSER TRINKEN
In der Erklärung wurde behauptet, dass das Wasser aus einem Bach im Dorf Ayaz als Trinkwasser verwendet wurde, was dazu führte, dass Arbeiter vergiftet wurden. Die Arbeiter betonten, dass dies nur eine der vielen Praktiken sei, die die Gesundheit der Beschäftigten völlig missachte.
ES HIESS, DAS GEWÄCHSHAUS WÜRDE VERKAUFT, DANN BEGANN DAS WARTEN
Die Arbeiter gaben an, dass sie nach der Information über den geplanten Verkauf des Gewächshauses in der Hoffnung weitergearbeitet hätten, ihre ausstehenden Löhne zu erhalten. Obwohl sie während dieses Prozesses trotz der Probleme geschwiegen hätten, hätten sie Anfang Juli 2025 gegen eine Maßnahme protestiert, die gegen einen ihrer Kollegen gerichtet war.
Den Vorwürfen zufolge wurden die Arbeiter, die Beleidigungen durch den Bevollmächtigten des Arbeitgebers, Kıyasettin Çay, ausgesetzt waren, bei der Gendarmerie vorstellig. Nach diesem Vorfall seien die Arbeiter unter Berufung auf den 'Kod 48' fristlos und ohne Abfindung entlassen worden.
„DER VORWURF DER UNENTSCHULDIGTEN ABWESENHEIT ENTSPRICHT NICHT DER WAHRHEIT“
Die Arbeiter erklärten, dass die Eigentümer der Çay Holding ihnen unentschuldigte Abwesenheit vorwerfen würden, während in Wirklichkeit systematischer Druck ausgeübt worden sei, um sie zur Kündigung zu bewegen. Es wurde berichtet, dass Gehälter unvollständig und unregelmäßig gezahlt wurden und dass bei den täglichen Appellen am Morgen weiterhin Beleidigungen und Druck an der Tagesordnung waren.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass den Arbeitern Arbeitslasten aufgebürdet wurden, die ein einzelner Arbeiter nicht bewältigen könne, und dass sie bei Einwänden beleidigt wurden. Die Arbeiter betonten, dass sie unter schweren Bedingungen arbeiteten und nicht kündigen konnten, um ihre ausstehenden Forderungen nicht zu verlieren.
Nachdem im August zwei Unternehmen der Çay Holding Insolvenz (Konkordato) angemeldet hatten, seien die Forderungen der Arbeiter in eine ungewisse Lage geraten. Dies habe die Notlage der Betroffenen weiter verschärft.
Die Arbeiter von Zem Narenciye erklärten, dass die erste Anhörung im Prozess um ihre ausstehenden Löhne bereits stattgefunden habe und sie den Prozess genau verfolgten. Sie äußerten, dass auch die Verzögerung der Gerichtsverfahren Teil der Verletzung ihrer Rechte sei.
AUFRUF AN DIE BEHÖRDEN
In der Erklärung wurde ein Appell an die Behörden gerichtet, insbesondere an den Bürgermeister von Yenişehir, Ercan Özel, dem das Thema bereits zuvor vorgetragen worden war. Sie forderten die sofortige Auszahlung der ausstehenden Löhne und die Behebung ihrer Notlage.
Die Arbeiter betonten, dass sie es nicht akzeptieren würden, dass ihre durch harte Arbeit verdienten Gehälter und Abfindungen, die sie für die Versorgung ihrer Kinder, den Lebensunterhalt und ihr Überleben benötigen, unterschlagen werden. Sie erklärten: „Wir fordern den Lohn für unseren Schweiß und Gerechtigkeit.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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