Probleme im Bildungswesen bei der TÜMÖD-Generalversammlung thematisiert
Auf der 20. ordentlichen Generalversammlung des Verbandes aller Lehrkräfte (TÜMÖD) wurden die wichtigsten Probleme im Bildungswesen diskutiert. Der Verband wies auf die Kommerzialisierung der Bildung, den wachsenden Einfluss von Stiftungsuniversitäten und Probleme bei der Leistungsgesellschaft hin.
Der Verband aller Lehrkräfte (TÜMÖD) hat in einer nach seiner 20. ordentlichen Generalversammlung am 27. Januar 2026 veröffentlichten Erklärung auf kritische Probleme im türkischen Bildungssystem aufmerksam gemacht. TÜMÖD betonte, dass mit dem neu gewählten Vorstand die Dynamik im Bildungswesen aufrechterhalten werden müsse, und brachte die grundlegenden Themen zur Sprache, die im Bildungsbereich gelöst werden müssen.
PRIVATISIERUNG UND KOMMERZIALISIERUNG DER BILDUNG
TÜMÖD betonte, dass die Privatisierung und Kommerzialisierung der Bildung zu einem immer größeren Problem werde. Der Verband erklärte, dass insbesondere Privatschulen und Stiftungsuniversitäten ein Hindernis für die soziale Gerechtigkeit darstellten und sich das Bildungssystem zugunsten der Kinder wohlhabender Familien verändere.
„Privatschulen, die Schulen für Kinder wohlhabender Familien eröffnen, die keine hohen Ranglistenplätze erreichen können, festigen diesen Zustand zudem durch Stiftungsuniversitäten“, hieß es. Zudem wurde die zunehmende Ungerechtigkeit bei der Aufnahme ausländischer Studierender kritisiert. Der Verband erklärte, dass diese Ungleichheiten zwischen einheimischen und ausländischen Studierenden das Bildungssystem negativ beeinflussten.
WACHSENDER EINFLUSS VON STIFTUNGSUNIVERSITÄTEN
TÜMÖD brachte zum Ausdruck, dass Stiftungsuniversitäten an die Stelle staatlicher Universitäten träten und die ihnen zur Verfügung gestellten Möglichkeiten weit über das hinausgingen, was staatlichen Universitäten gewährt werde. „Es ist sehr schwer, eine Logik zu finden, die erklärt, warum die politische Macht staatliche Universitäten im Mangel belässt, während sie Stiftungsuniversitäten Ressourcen bereitstellt“, hieß es.
ANGRIFFE AUF LAIZISMUS UND WISSENSCHAFTLICHE BILDUNG
In die Erklärung des Verbandes wurden auch die negativen Auswirkungen der Entwicklungen im Land und in der Region auf die Bildung aufgenommen. Insbesondere das Bestreben, die laizistische, wissenschaftliche und zeitgemäße Bildung zu beenden, wurde von TÜMÖD scharf kritisiert. Der Verband wies darauf hin, dass Ansichten wie die „Idee des Übergangs zum osmanischen Millet-System“ den Modernismus in der Bildung bedrohten.
DAS PROBLEM DER LEISTUNGSGERECHTIGKEIT AN UNIVERSITÄTEN
TÜMÖD erklärte, dass an Universitäten Stellen besetzt und Ernennungen vorgenommen würden, ohne die Prinzipien der Leistungsgesellschaft zu respektieren. Mit der Aussage „Einige Dekane haben keinerlei Bezug zu den Fakultäten, an die sie berufen wurden“, wurde betont, dass Mängel bei der Leistungsgesellschaft zu einem ernsthaften Problem geworden seien. Dies führe zu einer Qualitätsminderung der Universitäten, und in einem Umfeld steigender Arbeitslosigkeit würden die Ernennungen noch problematischer.
ERNENNUNGEN MIT GEFÄLSCHTEN DIPLOMEN
Es wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass bei der Ernennung von Lehrkräften gefälschte Diplome verwendet würden. Es wurde festgestellt, dass einige Dozenten mit gefälschten Dokumenten im Amt seien, und es wurde gefordert, dass gegen diesen Zustand stärkere Maßnahmen ergriffen werden müssten. TÜMÖD kündigte an, dass es in dieser Angelegenheit die notwendige Sensibilität zeigen und seine Arbeit für Transparenz und Gerechtigkeit fortsetzen werde.
In der Erklärung wurde unterstrichen, dass die Auswirkungen des „Neo-Osmanismus“-Verständnisses auf das Bildungssystem große Sorge bereiteten. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Großprojekte in der Region langfristige Ziele zur Veränderung der Bildungsstruktur des Landes verfolgten. Solche Projekte stellten eine ernsthafte Bedrohung für ein rationales und zeitgemäßes Bildungssystem dar. TÜMÖD bekräftigte seine Entschlossenheit, sich diesen Bedrohungen entgegenzustellen, indem es nationale Solidarität und wissenschaftliche Entwicklung verteidige.
TÜMÖD betonte in seiner Erklärung erneut die Bedeutung der nationalen Solidarität und fügte hinzu: „Dieses Land ist mit den Siegesblumen der Gerechten und Unterdrückten geschmückt. Mit unserer nationalen Solidarität und unserem Zusammenhalt, mit unserer Entschlossenheit zur rationalen Entwicklung wird es so bleiben.“ Der Verband rief alle Akademiker und Universitätsdozenten dazu auf, sich zu vereinen, um die Hindernisse für wissenschaftliche Entwicklung und zeitgemäße Bildung zu beseitigen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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