Stadtverwaltung Istanbul reißt illegales Restaurant auf dem Sultanahmet-Platz nach rechtlichem Verfahren ab
Auf dem Sultanahmet-Platz wurde ein illegales Gebäude im Eigentum der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) gemäß den rechtlichen Verfahren abgerissen. Es wurde bekannt gegeben, dass die Nutzung des als Restaurant betriebenen Gebäudes mit einer Abrissentscheidung des Ministeriums für Kultur und Tourismus aus dem Jahr 2013 endete.
Auf dem Sultanahmet-Platz, der eine äußerst sensible Lage für das historische und kulturelle Erbe Istanbuls darstellt, wurde ein nicht genehmigtes Gebäude auf dem Grundstück 98, Parzelle 14, das sich im Eigentum der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) befindet und in den Bebauungsplänen als „Park“ und „teilweise Straße“ ausgewiesen ist, im Rahmen von Beschlüssen des Denkmalschutzgremiums und der geltenden Gesetzgebung rechtmäßig entfernt.
FLÄCHE IM EIGENTUM DER İBB
Die betreffende Immobilie liegt in einem städtischen archäologischen Schutzgebiet, in dem keinerlei Bebauung zulässig ist. Aufgrund von Beschwerden über das Gebiet und nach Untersuchungen sowie der Übermittlung des Beschlusses des Denkmalschutzgremiums aus dem Jahr 2013 zur Beseitigung der Strukturen begann der Prozess. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass sich auf dem auf die Stadtverwaltung Istanbul eingetragenen Grundstück zwar ein Schild für den İsa-Yusuf-Alptekin-Park befand, dort jedoch ein Restaurantbetrieb mit dem Namen „Türkistan Aşevi“ ansässig war. Die Prüfung der Akten und die Ortsbesichtigung ergaben, dass eine Fläche von 488 m² (offen und geschlossen) genutzt und als Restaurant betrieben wurde.
Als Ergebnis der Kontrollen und des offiziellen Schriftverkehrs wurde festgestellt, dass:
•keine Baugenehmigung,
•keine Nutzungsgenehmigung oder
•kein genehmigtes Projekt für das Gebäude vorliegt.
Der Besitz eines Gewerbescheins oder die Zahlung einer Nutzungsentschädigung (Ecrimisil) verleiht dem Gebäude keinen legalen Status. Die Nutzungsentschädigung ist lediglich eine Verwaltungsmaßnahme, die bei unbefugter Nutzung öffentlicher Immobilien erhoben wird und keinen rechtmäßigen Anspruch begründet. Insbesondere in städtischen archäologischen Schutzgebieten wie Sultanahmet muss ein Gebäude den Bebauungsplänen, den Eigentumsverhältnissen und den Denkmalschutzkriterien entsprechen, um legal zu sein.

GERICHT GIBT DER İBB RECHT
Bezüglich des illegalen Restaurants, gegen das trotz des Abrissbeschlusses des Regionalausschusses für den Schutz von Kulturgütern des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei aus dem Jahr 2013 bisher keine Maßnahmen ergriffen worden waren, wurden die Betreiber ordnungsgemäß benachrichtigt und eine gesetzliche Frist für die Räumung des Geländes eingeräumt. Die Betreiber versuchten, den Abriss durch eine Klage gegen die Maßnahmen der Stadtverwaltung Istanbul zu verhindern. Das 4. Verwaltungsgericht von Istanbul erließ zunächst eine einstweilige Verfügung, prüfte jedoch nach Auswertung der eingereichten Stellungnahmen die Klage in der Sache und entschied auf Abweisung. Nach diesem Prozess wurde der Abriss des illegalen Betriebs durch die Abteilung für öffentliche Ordnung (Zabıta) durchgeführt.
Das bedeutet, dass die Maßnahmen der Stadtverwaltung Istanbul auch einer gerichtlichen Überprüfung unterzogen und für rechtmäßig befunden wurden.

DIE İBB WIRD WEITERHIN ALLE BESETZTEN FLÄCHEN DER NUTZUNG DURCH DIE BEVÖLKERUNG ZUFÜHREN
Die in der Öffentlichkeit verbreiteten Behauptungen, dieser rechtliche Prozess sei aus „politischen“ Gründen erfolgt, sind unbegründet und zielen darauf ab, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Die Stadtverwaltung Istanbul hat in Sultanahmet ein Beispiel für ihren Kampf zur Rückgewinnung öffentlicher Flächen für die Bevölkerung und zur Beseitigung von Besetzungen auf Plätzen, in Parks, an Küsten, auf landwirtschaftlichen Flächen, in Waldgebieten und in historischen Kulturstätten der Stadt gezeigt. Es gibt viele weitere Gebiete mit ähnlichen laufenden Gerichtsverfahren. Sobald die rechtlichen Prozesse für diese Gebiete abgeschlossen sind, werden die notwendigen Maßnahmen umgesetzt und diese Orte, wie bereits der Sultanahmet-Platz, die Küste von Salacak, der Kadıköy-Platz und der Fındıklı-Park, der Nutzung durch die Öffentlichkeit zugeführt.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu