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Auch Ümit Özdağ reagiert auf Bahçelis Vorschlag für Stellvertreter: „Widerspricht dem Prinzip eines nationalen, unitären und laizistischen Staates“

Der Vorschlag des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, der Präsident solle zwei Stellvertreter haben – einen Kurden und einen Aleviten –, sorgt weiterhin für Debatten auf der politischen Bühne. Auch der Vorsitzende der Zafer-Partei, Prof. Dr. Ümit Özdağ, äußerte sich kritisch zu diesem Vorstoß.

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Auch Ümit Özdağ reagiert auf Bahçelis Vorschlag für Stellvertreter: „Widerspricht dem Prinzip eines nationalen, unitären und laizistischen Staates“

Der Vorschlag des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, der Präsident solle zwei Stellvertreter haben – einen Kurden und einen Aleviten –, sorgt weiterhin für Debatten auf der politischen Bühne. Auch der Vorsitzende der Zafer-Partei, Prof. Dr. Ümit Özdağ, äußerte sich kritisch zu diesem Vorstoß.

In einer Erklärung auf seinem Social-Media-Account betonte Özdağ, dass Bahçelis Vorschlag im Widerspruch zu den Grundartikeln der Verfassung der Republik Türkei stehe. Özdağ erklärte: „Dieser Vorschlag des MHP-Vorsitzenden Dr. Devlet Bahçeli verstößt gegen die ersten drei Artikel sowie gegen Artikel 10 und Artikel 66 der Verfassung.“

Özdağ verglich diesen Ansatz mit Ländern, die von regionalen ethnischen und konfessionellen Konflikten geprägt sind, und sagte: „Dieser Vorschlag hat das Potenzial, die Türkei zu jugoslawisieren, zu irakisieren oder zu libanonisieren.“

Özdağ warnte davor, dass die Verteilung von Ämtern auf Basis ethnischer und konfessioneller Identitäten zu weitaus gefährlicheren Konsequenzen führen könne: „Wenn Ämter nach konfessionellen und ethnischen Kriterien verteilt werden, wird dies nicht auf das Amt des Vizepräsidenten beschränkt bleiben. Sofort stellt sich die Frage, welche Ministerien an Türken oder Sunniten gehen. Sogar sunnitische Türken werden sagen, dass sie kritische Institutionen wie das Innenministerium, das Außenministerium, das Verteidigungsministerium oder den Geheimdienst MİT nicht abgeben werden.“

Der Vorsitzende der Zafer-Partei bezeichnete den Vorschlag als „schädlich, inakzeptabel und im Widerspruch zu den Prinzipien eines nationalen, unitären und laizistischen Staates“ und rief die Öffentlichkeit zur Wachsamkeit auf.

Nach den Äußerungen von Devlet Bahçeli sind die Debatten über ein „auf Ethnizität und Konfession basierendes Regierungsmodell“ in der Politik neu entflammt, während Sorgen um die verfassungsmäßige Ordnung in der Opposition immer lauter werden.


Nachrichtenquelle: 12punto

Ümit Özdağ