Aufruf des Terroristenführers Öcalan zur 'Rückkehr nach Hause' im Fokus: Behauptungen über Vorbereitungen für eine neue Partei
Der Aufruf des Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, an kurdische Politiker in Europa zur „Rückkehr nach Hause“ hat für große Bewegung gesorgt. Laut Ruşen Çakır besteht Öcalans Ziel nicht nur in der Rückkehr, sondern auch darin, den Boden für eine neue politische Strukturierung zu bereiten.
Der Aufruf des Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, an kurdische Politiker in Europa zur „Rückkehr nach Hause“ hat in letzter Zeit große Aufmerksamkeit erregt. Der Journalist Ruşen Çakır erklärte in seinem auf Medyascope veröffentlichten Artikel, dass dieser Aufruf Öcalans nicht nur eine Forderung nach Rückkehr sei, sondern auch darauf abziele, die Grundlagen für eine „neue politische Strukturierung“ zu legen. Çakır wies auf die folgenden Worte des Terroristenführers Öcalan in einer Botschaft hin, die am 13. September 2024 an das 33. Internationale Kurdische Kulturfestival in Dortmund, Deutschland, gesendet wurde:
„Ihr, die ihr in Europa lebt, seid aufgrund von Zwängen und Unterdrückung dorthin gegangen. Doch mit dem Voranschreiten des von uns eingeleiteten Prozesses wird eure Rückkehr ins Land die Tür zu einem neuen Anfang öffnen.“
Çakır bemerkte, dass „einige Exilpolitiker bereits begonnen haben, ihre Koffer zu packen“, und erklärte, dass der Rückkehrprozess schnell Gestalt annehme.
LISTE DER EXILPOLITIKER IN EUROPA
Laut Çakır leben viele Politiker, die in der Vergangenheit in der HDP und ihren Vorgängerparteien tätig waren, weiterhin in Europa. Zu diesen Namen gehören bekannte Persönlichkeiten wie Garo Paylan, Hişyar Özsoy, Leyla İmret, Faysal Sarıyıldız, Osman Baydemir, Zübeyir Aydar und Remzi Kartal. Çakır betonte, dass zwar nicht erwartet werde, dass alle diese Namen dem Aufruf folgen, ein bedeutender Teil von ihnen dies jedoch als „Anweisung“ betrachte.
KURDISCHE POLITIK WIRD SICH ZU EINER „ZENTRALISIERTEN“ STRUKTUR ENTWICKELN
In der Analyse des Hintergrunds von Öcalans Aufruf wird prognostiziert, dass sich die Struktur der kurdischen Bewegung ändern wird, sobald die PKK die Waffen niederlegt und sich auflöst. Çakır schrieb in seinem Artikel: „Die kurdische Bewegung wird sich von einer Mehrzentralität zu einer Einzentralität entwickeln. Der Westen wird seinen Einfluss in der neuen Periode beibehalten, aber das Gewicht wird auf die Türkei verlagert werden müssen.“ In diesem Zusammenhang wird das Ziel verfolgt, die kurdische Politik wieder auf die Türkei zu zentrieren.
DEMİRTAŞ' EINFLUSS AUF DIE PARTEI WIRD BEGRENZT
Ruşen Çakır erklärte in seinem Artikel, dass ein weiteres Ziel von Öcalans Aufruf darin bestehe, den Einfluss von Selahattin Demirtaş auf die Partei zu begrenzen. Çakır kommentierte: „Öcalan möchte in diesem Prozess neue Machtverhältnisse schaffen.“ An diesem Punkt könnte die mögliche Reaktion von Demirtaş auf die Rückkehr der politischen Kader aus Europa einen bedeutenden Wandel innerhalb der kurdischen Politik auslösen.
EINE NEUE PARTEI WIRD GEGRÜNDET: BEHAUPTUNG EINES „RÜCKKEHRGESETZES“
Laut Çakır ist nach Öcalans Aufruf die Gründung einer neuen politischen Partei für die ersten Monate des Jahres 2026 geplant. Es wird geäußert, dass diese Partei eine Fortsetzung der bestehenden DEM-Partei sein werde, sich jedoch Name, Satzung und Führungsstruktur vollständig ändern könnten. Es wird angegeben, dass Öcalan die Namen „Demokratische Republikanische Partei“ oder „Radikale Republikanische Partei“ für die neue Partei ins Spiel gebracht habe. Zudem wird prognostiziert, dass durch die Verabschiedung eines „Rückkehrgesetzes“ die Rückkehr der Politiker aus dem Ausland in die Türkei ermöglicht und anschließend die neue politische Struktur der Öffentlichkeit bekannt gegeben werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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