Aussage von Hüseyin Gün, Kronzeuge im „Spionage“-Verfahren gegen İmamoğlu, aufgetaucht: Staatsanwaltschaft fragt nach „krimineller Vereinigung İmamoğlu“
Hüseyin Gün, der im Spionageverfahren gegen den inhaftierten CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu als Kronzeuge aussagt, erklärte in seiner Vernehmung, er habe Berichte für İmamoğlu erstellt. Er betonte, er habe keinerlei Kenntnis über eine kriminelle Vereinigung gehabt und Merdan Yanardağ finanziell unterstützt.
Im Spionageverfahren, das von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul geführt wird, fällt auch der Name des inhaftierten CHP-Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu. Der Kronzeuge Hüseyin Gün äußerte sich in seiner 10-stündigen und 30-minütigen Aussage im Rahmen der Kronzeugenregelung detailliert zu den Berichten, die er für İmamoğlu erstellt hatte. Laut einem Bericht von T24 erklärte Gün, er habe nicht gewusst, dass diese Arbeit ein Verbrechen darstelle oder dass İmamoğlu und sein Umfeld mit einer kriminellen Vereinigung in Verbindung stünden.
HÜSEYİN GÜN ZUR BERICHTERSTATTUNG FÜR İMAMOĞLU
Hüseyin Gün gab in seiner Aussage an, Berichte zur Weiterleitung an Ekrem İmamoğlu erstellt zu haben, ohne jedoch zu wissen, dass dies eine Straftat darstelle. „Hätte ich gewusst, dass es sich um eine kriminelle Vereinigung handelt, hätte ich mich keinesfalls an einer solchen Arbeit beteiligt“, sagte er. Zudem erklärte er, dass diese Berichte für den Wahlkampf von İmamoğlu bestimmt waren und er keinerlei Informationen über die Verbindungen der beteiligten Personen zu einer kriminellen Vereinigung gehabt habe.
FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG FÜR MERDAN YANARDAĞ EINGESTANDEN
Auch die Verbindungen zum Journalisten Merdan Yanardağ wurden thematisiert. Gün räumte ein, Yanardağ mehrmals im Jahr mit geringen Beträgen zwischen 2000 und 3000 Euro finanziell unterstützt zu haben. „Er ist für mich wie ein Vermächtnis meiner geistigen Mutter“, sagte Gün und fügte hinzu, dass er das Geld in Umschlägen übergeben habe und keine Banküberweisungen getätigt habe.
DIE PERSON, DIE DIE BERICHTE FÜR İMAMOĞLU ERSTELLTE: AARON BARR
In seiner Aussage äußerte er sich auch zu der Person, die angeblich während des Wahlprozesses die Berichte für İmamoğlu erstellt haben soll. Hüseyin Gün sagte, dass derjenige, der diese Berichte verfasste, Aaron Barr sei, der in den USA als Geheimdienstexperte tätig ist. Gün erklärte: „Aaron Barr erstellte Berichte, die İmamoğlu vorgelegt werden sollten. In diesen Berichten wurde festgelegt, welchen Weg İmamoğlu einschlagen sollte.“
MI6-VERBINDUNG UND AUSSAGE ZU DAVID JOHN CHARTERS
Auch die Information, dass der ehemalige MI6-Mitarbeiter David John Charters im Telefonbuch als „engster Freund“ des ehemaligen MI6-Chefs Richard Moore gespeichert war, kam zur Sprache. Gün sagte, er habe Charters während dessen Zeit als britischer Botschafter kennengelernt. Er habe gewusst, dass Charters ein pensionierter Bankier sei, und später gehört, dass er MI6-Chef geworden sei.
ANTWORT AUF DIE VERBINDUNG ZU EINER „KRIMINELLEN VEREINIGUNG“
Auf die Frage der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul, ob Ekrem İmamoğlu in die Hierarchie einer kriminellen Vereinigung eingebunden sei, antwortete Hüseyin Gün: „Ich gehöre dieser kriminellen Vereinigung nicht an. Ich habe keinerlei Aktivitäten mit der Absicht einer kriminellen Vereinigung durchgeführt.“ Gün betonte, er habe lediglich Analysen erstellt, um sie İmamoğlu für den Wahlkampf zukommen zu lassen, und diese an Necati Özkan weitergeleitet. Er habe keine Kenntnis darüber gehabt, dass diese Arbeit eine Straftat darstelle.
Nachrichtenquelle: 12punto
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