Brisante Vorwürfe im Fall Murat Çalık: Hat die Rechtsmedizin den Bericht manipuliert?
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der IYI-Partei, Turhan Çömez, behauptet, dass der medizinische Bericht des inhaftierten Bürgermeisters von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, von der Rechtsmedizin gefälscht wurde. Çömez erklärte: „Dies ist kein Fehler, sondern ein vorsätzlicher Versuch, ihn in den Tod zu schicken.“
Während der Beratungen über den Gesetzentwurf zur Änderung einiger Gesundheitsgesetze und des Dekrets Nr. 663 in der Generalversammlung der Großen Nationalversammlung der Türkei erhob der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der IYI-Partei, Turhan Çömez, schwere Vorwürfe. Çömez behauptete, dass der Krankenhausbericht des inhaftierten Bürgermeisters von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, von der Rechtsmedizin (Adli Tıp Kurumu) manipuliert worden sei.
„DAS IST KEIN FEHLER, DIE DOKUMENTE WURDEN WISSENTLICH VERFÄLSCHT“
Im offiziellen Bericht des Atatürk-Ausbildungs- und Forschungskrankenhauses in Izmir wird Mehmet Murat Çalık als Patient mit „AML“, also akuter myeloischer Leukämie, geführt. Zudem wurde eine Lymphom-Diagnose gestellt. Çömez betonte, dass in diesem Bericht die „Blastenzahl“ mit 4-5 Prozent angegeben sei, was auf ein Wiederauftreten des Krebses hindeute.
Laut Çömez habe die Rechtsmedizin diesen Wert jedoch bewusst auf „3-4 Prozent“ geändert und den Bericht damit verfälscht. Çömez kritisierte dies scharf: „Bei 3-4 Prozent gilt die Krankheit als nicht rezidivierend, bei 4-5 Prozent jedoch als rezidivierend. Mit diesen Zahlen zu spielen, bedeutet, mit dem Leben eines Menschen zu spielen.“
Nach den Informationen von Çömez hat Çalık seit seiner Inhaftierung 20 Kilogramm abgenommen. Es wurde berichtet, dass er eine Neutropenie und Leukopenie entwickelt habe, was bedeutet, dass sein Immunsystem zusammengebrochen sei. Während der Bericht des Krankenhauses des Gesundheitsministeriums diesen Zustand klar belege, ignoriere die Rechtsmedizin die Schwere der Erkrankung.
„DIE GEWISSENSHAFTE VERANTWORTUNG FÜR DIESEN SKANDAL LIEGT BEI IHNEN“
Çömez verschärfte seine Vorwürfe weiter und richtete einen Appell an den Gesundheitsminister und den Justizminister:
„Finden Sie heraus, wer in der Rechtsmedizin diese Fälschung begangen hat. Das ist kein Fehler, das ist ein Skandal. Das ist der vorsätzliche Versuch, einen Menschen in den Tod zu schicken. Wenn Herr Çalık unter diesen Bedingungen weiterhin inhaftiert bleibt, könnte er das Gefängnis leider nicht lebend verlassen. Dann tragen Sie die gewissenhafte und rechtliche Verantwortung dafür.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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