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Dervişoğlu reagiert auf Akşeners Überraschungsbesuch im Palast: 'Ich bin der Parteivorsitzende'

Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Dervişoğlu, erklärte zum Treffen zwischen Akşener und Erdoğan: "Ich hätte als Ansprechpartner einbezogen werden müssen." Dervişoğlu betonte zudem, dass er angesichts der Behauptungen über parteiinterne Probleme nicht schweigen werde: "Ich bin niemandes Angestellter. Ich bin der Vorsitzende der İYİ-Partei."

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Dervişoğlu reagiert auf Akşeners Überraschungsbesuch im Palast: 'Ich bin der Parteivorsitzende'

Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, hat sich erstmals zum Besuch seiner Vorgängerin Meral Akşener bei Staatspräsident und AKP-Vorsitzendem Recep Tayyip Erdoğan geäußert.

Gegenüber Habertürk erklärte Dervişoğlu, dass er vorab keine Kenntnis von dem überraschenden Besuch hatte und von dem Treffen erst durch einen Beitrag der Kommunikationsdirektion des Präsidenten in den sozialen Medien erfahren habe.

"ICH BIN NIEMANDES ANGESTELLTER"

"Der Punkt, der mich betrifft, ist, dass Herr Erdoğan sich mit Frau Akşener trifft, während ich der Vorsitzende der İYİ-Partei bin. Ich hätte als Ansprechpartner einbezogen werden müssen", sagte Dervişoğlu und fügte hinzu, dass er Akşener nach dem Treffen angerufen habe. Er fuhr fort:

"Sie gaben an, einen Meinungsaustausch über die Türkei geführt zu haben. Ich missbillige es, dass Personen aus ihrem Umfeld nach diesem Treffen bestimmte Erklärungen in Fernsehsendungen abgegeben haben. Ich empfinde das als störend für die Partei. Das sind Erklärungen, die von Personen abgegeben werden, die als 'Angestellte' fungieren, ohne dazu befugt zu sein. Ich kann dazu nicht schweigen; ich kann nicht still bleiben gegenüber jenen, die versuchen, es so darzustellen, als gäbe es Probleme innerhalb der Partei. Wer auch immer es in dieser Partei ist, ich kann nicht gleichgültig gegenüber Personen bleiben, die der Vergangenheit und der Zukunft der Partei schaden. Wenn manche versuchen, sich zu übernehmen, könnten sie eine Reaktion von mir erleben, die sie so noch nicht gesehen haben. Ich bin niemandes Angestellter. Ich bin der Vorsitzende der İYİ-Partei."

"WILL DERVİŞOĞLU ÜBERHAUPT IN DEN PALAST?"

In Bezug auf die Diskussionen nach dem Treffen sagte Dervişoğlu: "Ein Teil der Leute, die behaupten, Erdoğan bestimme seine Gesprächspartner, zielt auf meine Partei und mich ab. Die Situation, die von denjenigen geschaffen wurde, die den Prozess abnormalisieren, wird nicht diskutiert. Was mich betrifft, sind Gerüchte völlig unwichtig. Es gibt hier einen Bereich, der diskutiert werden muss. Man muss das in allen Aspekten betrachten. Es wird über eine Verfassungsänderung in der Türkei gesprochen. Ich habe von Anfang an gesagt, dass dies die Agenda der Türkei überschatten wird. Ich habe gesagt, dass wir bei einem solchen Prozess nicht vermitteln werden. In der Frage 'Palast oder Volk' steht unsere Wahl auf der Seite des Volkes. Ich habe gesagt, dass ich das Land nicht den Worten überlassen werde, die aus dem Mund eines einzigen Mannes kommen. Ich habe klargestellt, wofür wir nicht stehen können. Es gibt für uns keinen Einwand gegen die Diskussion des Themas. Auch aus Sicht der Führung stört es mich nicht. Frau Akşener ist zu einem Treffen mit Präsident Erdoğan gegangen. Es gibt Diskussionen darüber, dass nicht Dervişoğlu, sondern Akşener in den Palast gegangen ist. Will Dervişoğlu denn überhaupt in den Palast? Das muss man fragen. Ich habe gar keinen solchen Wunsch, als dass mich dieses Treffen stören könnte. Es ist eine Wahnvorstellung, uns so klein zu machen, dass wir auf solche kleinen Spielchen hereinfallen würden", erklärte er.


Nachrichtenquelle: 12punto

Müsavat Dervişoğlu Meral Akşener Präsident Erdoğan