Dervişoğlus Besuch in Silivri: 'Eingriffe in die Justiz bringen der Türkei keinen Gewinn'
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, besuchte den im Silivri-Gefängnis inhaftierten Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu und den Journalisten Fatih Altaylı.
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, besuchte den im Istanbuler Silivri-Gefängnis inhaftierten Istanbuler Oberbürgermeister und CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu sowie den Journalisten Fatih Altaylı. Nach dem Besuch äußerte sich Dervişoğlu gegenüber der Presse und wies auf die Rechtskrise in der Türkei hin.
“İMAMOĞLUS SORGEN WEISEN AUF EINE POLITISCHE DIMENSION HIN”
Zu seinem Gespräch mit dem Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu sagte Dervişoğlu:
“Herr İmamoğlu erklärte, dass es sich bei den laufenden Ermittlungen um ein politisches Verfahren handele, dieser Prozess jedoch in andere Richtungen gelenkt werden solle. Ich denke, dass diese Bedenken mit der Öffentlichkeit geteilt werden müssen. Wir verfolgen die Entwicklungen ebenfalls genau.”
Dervişoğlu betonte, dass die gegen die Stadtverwaltung von Istanbul eingeleiteten Ermittlungen nicht rechtlicher, sondern politischer Natur seien, und sagte, dass diese Versuche das Gerechtigkeitsempfinden schädigten.
UNTERSTÜTZUNG FÜR ALTAYLI: “ER WEISS, WESHALB ER BESCHULDIGT WIRD”
Dervişoğlu, der auch mit dem Journalisten Fatih Altaylı sprach, erklärte, dass die Grundlage der Inhaftierung lediglich eine “2,5-minütige Audioaufnahme oder ein Video” sei. Dervişoğlu merkte an, dass die Anklageschrift für Altaylı noch immer nicht erstellt worden sei, und bewertete die Situation wie folgt:
“Herr Fatih weiß sehr genau, warum er inhaftiert ist. Er ist sich auch bewusst, welchen Kampf er führen muss. Er ist bei guter Gesundheit und hat eine hohe Moral. Dass seine Anklageschrift jedoch immer noch nicht vorliegt, beunruhigt ihn ebenso wie uns. Er bat mich, seinen Anhängern seine Grüße auszurichten.”
“RECHTSWIDRIGE VERFAHREN SCHADEN DER TÜRKEI”
In seiner allgemeinen Bewertung nach dem Besuch äußerte Dervişoğlu auch seine Sorgen über das türkische Rechtssystem:
“Ungerechtfertigte Inhaftierungen, unrechtmäßige Ermittlungen, rechtswidrige Verfahren und externe Eingriffe in die Justiz bringen der Türkei nichts ein. Diese Missstände müssen beseitigt und die Rechtsstaatlichkeit muss wiederhergestellt werden.”
Nachrichtenquelle: 12punto
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