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Eilmeldung... Erste Reaktion der DEM-Partei auf Bahçelis Äußerung zu Demirtaş

Die DEM-Partei hat auf die Aussage des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli reagiert, wonach eine Freilassung von Selahattin Demirtaş „für die Türkei zu einem guten Ergebnis führen würde“. Sevda Çelik Özbingöl, Ko-Sprecherin der Kommission für Recht und Menschenrechte, die im Namen der Partei sprach, bewertete die Äußerung als „verspätet, aber wichtig“.

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Eilmeldung... Erste Reaktion der DEM-Partei auf Bahçelis Äußerung zu Demirtaş

Nachdem das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) im Fall Selahattin Demirtaş rechtskräftig geworden war, löste die Erklärung des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli eine neue Debatte auf der politischen Agenda aus. Bahçeli hatte erklärt: „Das Ergebnis wurde auf rechtlichem Wege erreicht. Seine Freilassung wird für die Türkei zu einem guten Ergebnis führen.“

ERSTE STELLUNGNAHME DER DEM-PARTEI

Nach Bahçelis Worten kam die erste Bewertung vonseiten der DEM-Partei. Sevda Çelik Özbingöl, Ko-Sprecherin der Kommission für Recht und Menschenrechte der Partei und Anwältin der ehemaligen HDP-Ko-Vorsitzenden Figen Yüksekdağ, bezeichnete die Erklärung als „verspätet, aber wichtig“.

„VERSPÄTETE, ABER WICHTIGE ÄUSSERUNGEN“

Im Gespräch mit İlke TV äußerte sich Özbingöl zum Prozess um den Kobani-Fall wie folgt:

„Sie haben den Kobani-Prozess von Anfang an genau verfolgt. Es war ein Prozess, der weniger durch seine rechtliche als vielmehr durch seine politische Dimension in den Vordergrund rückte und von Kritik an der Politisierung der Justiz sowie von sehr schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen geprägt war. Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem die Opfer der Inhaftierung bereits ihr neuntes Jahr erreicht haben.“

Özbingöl fügte im weiteren Verlauf hinzu:

„In Verbindung mit dem politischen Prozess, in dem sich unser Land befindet, halten wir die Forderungen nach der Freilassung unserer zu Unrecht inhaftierten Politiker auf der Grundlage demokratischer Erwartungen für verspätet, aber wichtig. Nach dem Recht auf Leben ist die Freiheit das grundlegendste Recht. In dieser Hinsicht ist jeder demokratische Schritt, der unternommen wird, wertvoll.“

ERINNERUNG AN DAS 9. JAHR DER INHAFTIERUNG

In ihrer Erklärung wies Özbingöl auch auf die langen Haftzeiten der Angeklagten im Kobani-Prozess hin. „Wir stehen heute vor einer Situation, in der die Opfer der Inhaftierung bereits das 9. Jahr erreicht haben. Dies muss sowohl aus rechtlicher als auch aus menschlicher Sicht bewertet werden“, sagte sie.


Nachrichtenquelle: 12punto

Selahattin Demirtaş