Eilmeldung... Tuncer Bakırhan äußert sich zu Aleppo: 'Sie sagen uns, wir sollen schweigen...'
Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, äußerte sich bei der Fraktionssitzung im türkischen Parlament scharf zur Lage in Aleppo. Bakırhan sagte: „Sie sagen uns, wir sollen schweigen, aber wir werden niemals schweigen.“
Die Fraktionssitzung der DEM-Partei im türkischen Parlament hat begonnen.
Bei der Sitzung hält der Ko-Vorsitzende der Partei, Tuncer Bakırhan, eine Rede.
„KEINE REGIERUNG KANN GEGEN DEN WILLEN IHRER BÜRGER DAUERHAFT BESTEHEN“
Die wichtigsten Punkte aus Bakırhans Rede lauten wie folgt:
„Die ersten Jahre des Jahres 2026 sind zum Vorboten einer neuen Ära geworden. Niemand kann sein Haupt mehr sicher auf das Kissen legen. In der Welt gelten heute keine Regeln mehr, sondern Verhandlungen. Souveränität ist kein Grundbuchauszug mehr, sondern hat sich in ein Phänomen verwandelt, das jederzeit annektiert werden kann. Das Recht ist in den Händen der Regierungen zu einem Knüppel geworden.
Es ist notwendig, den sozialen Frieden im Inneren und die Solidarität der Völker nach außen zu stärken. In einer Zeit, in der wir über personalisierte Regime sprechen, verfolgen wir auch die Entwicklungen im Iran. Die Straßen, Basare und Märkte sind in Aufruhr. Handwerker, Arbeiter, Frauen und Jugendliche sagen: Es reicht. Insbesondere die Gewalt, die sich in den kurdischen Städten konzentriert, offenbart den Charakter des Regimes. Die Völker, die unter hoher Inflation und Arbeitslosigkeit leiden, protestieren auf friedliche Weise. Dieser Protest ist das grundlegendste und legitimste Recht der Völker. Keine Regierung kann gegen den Willen ihrer eigenen Bürger dauerhaft bestehen.“
Wir als DEM-Partei haben eine klare Position. Wir werden an der Seite der Völker und der Unterdrückten stehen. Wir werden nicht auf der Seite von Unterdrückung und Gewalt stehen, sondern auf der Seite von Demokratie und Freiheit.
„SIE SAGEN UNS, WIR SOLLEN SCHWEIGEN...“
Ich möchte kurz auf die Tagesordnung in Aleppo eingehen, da dies eine Frage des Gewissens für jeden Kurden und Türken ist, der sich als Mensch bezeichnet. In den letzten zehn Tagen waren unsere Augen auf Aleppo gerichtet. Während die Welt über die Schurken in Venezuela spricht, wurde direkt vor unserer Haustür in Aleppo eine stille Generalprobe für einen Völkermord durchgeführt, die bis heute andauert.
Das Regime in Damaskus und die unter türkischer Führung stehenden Milizen haben sich in Bewegung gesetzt, um das Werk zu vollenden, das der IS begonnen hatte. Sie bezeichnen die seit 100 Jahren ansässigen Bewohner von Scheich Maqsud und Aschrafija als Terroristen. Diejenigen, die das behaupten, betreiben Stimmungsmache. Deshalb haben wir in Live-Übertragungen gesehen, wie der IS in die Stadtviertel einströmte.
Sie verlangen von uns, zu schweigen, doch wir werden niemals schweigen. Wir werden dieses Unrecht nicht gutheißen. Wir kennen diese Mentalität. Wir wissen nur zu gut um die Finsternis, die in Kobani das Grauen verbreitete. Wir richten uns von hier aus an diejenigen, die dunkle Pläne schmieden: Ihr werdet eure verrotteten Regime nicht aufrechterhalten können, indem ihr die Kurden in die Zange eines Völkermords nehmt. Wir werden das nicht zulassen. Das Problem Syriens sind nicht die Kurden, die ihr Land verteidigen, und erst recht nicht die Aleviten oder Drusen, die ihren Glauben schützen. Das Problem Syriens ist die salafistische, rassistische Herrschaftsmentalität.
WAS WAR GESCHEHEN?
Der Vorsitzende der MHP, Devlet Bahçeli, hatte die DEM-Partei in seiner Rede bei der heutigen Fraktionssitzung seiner Partei ins Visier genommen.
Bahçeli hatte auf die Erklärungen der DEM-Partei zu den Ereignissen in der syrischen Stadt Aleppo reagiert.
Bahçeli hatte erklärt: „Die Worte und Erklärungen der Vertreter der DEM-Partei, die mit ‚Wir warnen die Türkei‘ beginnen, sind eine sehr traurige und problematische Sprache, die die Absicht verfolgt, die YPG reinzuwaschen und zu unterstützen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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