Ein Novum bei der CHP-Kundgebung: İmamoğlu-Sprechchöre im Herzen Europas
Die 61. Kundgebung der CHP unter dem Motto „Das Volk verteidigt seinen Willen“ fand in Brüssel statt. Mit Forderungen nach Freiheit für Ekrem İmamoğlu und vorgezogenen Neuwahlen trugen türkische Bürger ihre Rufe nach „Recht, Gesetz und Gerechtigkeit“ auf die Weltbühne. Unterstützungsschreiben von zehn europäischen Bürgermeistern wurden verlesen.
Die Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) hat die 61. Kundgebung ihrer Reihe „Das Volk verteidigt seinen Willen“ in der belgischen Hauptstadt Brüssel abgehalten. Die Kundgebung, die mit der Forderung nach Freiheit für Ekrem İmamoğlu und vorgezogenen Neuwahlen organisiert wurde, war die erste Open-Air-Kundgebung, die die CHP im Ausland veranstaltet hat. Unter Beteiligung türkischer Bürger und europäischer Politiker wurden die Forderungen nach Recht, Gesetz und Gerechtigkeit vor der Weltöffentlichkeit laut.
EIN NOVUM ERREICHT
Die Kundgebung in Brüssel ging als erste Open-Air-Kundgebung in der Geschichte der Republik Türkei, die im Ausland stattfand, in die Annalen ein. Die Veranstaltung in Brüssel, der Hauptstadt der Europäischen Union, war ein bedeutender Schritt für die CHP, um ihren weltweiten Kampf für Freiheit bekannt zu machen.
CHP-Quellen gaben an, dass der Umstand, dass Brüssel das Zentrum Europas ist, dazu beigetragen habe, dass der Freiheitskampf ein weltweites Echo fand.
Die Vorbereitungen für die Kundgebung wurden bereits Wochen zuvor durch die Koordinationsstelle für Auslandsarbeit eingeleitet. Die Organisation in Belgien wurde von einer Delegation aus sechs CHP-Abgeordneten geleitet. Unter der Koordination der Brüsseler Bürgermeisterin Derya Bulduk führte die Delegation Arbeiten zur Platzgestaltung, zu Sicherheitsvorkehrungen, Bannern und Einladungen durch.
Als Veranstaltungsort wurde der Jean-Rey-Platz gewählt, der nach dem zweiten Präsidenten der Europäischen Kommission benannt ist.
UNTERSTÜTZUNGSSCHREIBEN AUS BRÜSSEL
Die Brüsseler Kundgebung erhielt auch Unterstützung von europäischen Politikern und Bürgermeistern. Der Gastgeber der Kundgebung, der Brüsseler Bürgermeister Philippe Clause, sandte eine Videobotschaft. Zudem wurden Schreiben der Bürgermeister von Rom, Amsterdam, Barcelona, Budapest, Thessaloniki, Frankfurt, Köln, Timișoara und Utrecht auf der Kundgebung verlesen.
Europäische Politiker forderten insbesondere Freiheit für Ekrem İmamoğlu und betonten, dass die demokratischen Rechte und Freiheiten in der Türkei verteidigt werden müssten.
GROSSE TEILNAHME AUS EUROPA AN DER KUNDGEBUNG
An der Kundgebung nahmen neben türkischen Bürgern auch Belgier sowie Teilnehmer aus den Nachbarländern teil. Zahlreiche Menschen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Österreich und Dänemark reisten zur Kundgebung nach Brüssel. Die Teilnehmer füllten den Platz mit türkischen Flaggen und Bannern.
Die Jugendorganisation der CHP organisierte vor der Kundgebung einen „Jugendkorso“ und zog durch die Straßen von Brüssels. Ein Teilnehmer des Korsos erregte Aufmerksamkeit mit einem Pikachu-Kostüm, das bei den Protesten in der Türkei zu einem Symbol geworden ist.
Auf der Kundgebung äußerten die Ko-Vorsitzende der Europäischen Grünen Partei, Vula Tsetsi, der Generalsekretär der Sozialdemokratischen Partei Europas, Giacomo Filibeck, und das Mitglied der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament (EP), Dario Nardella, ihre Forderungen nach Freiheit und Demokratie. Die europäischen Politiker, die sich an die Teilnehmer wandten, erklärten, dass sie ihre Stimmen gegen die Unterdrückung in der Türkei weiterhin erheben würden.
„WIR WERDEN NICHT SCHWEIGEN, WIR WERDEN KEINE ANGST HABEN“-RUFE
Auf dem Kundgebungsplatz fielen zahlreiche Banner auf, die auf Türkisch, Englisch, Deutsch und Französisch vorbereitet waren. Die Teilnehmer skandierten kraftvolle Slogans wie „Schweig nicht, wenn du schweigst, bist du als Nächster dran“ und „Der Wille des Volkes ist inhaftiert“.
Einige der herausragenden Banner waren:
„Alles wird sehr schön werden“
„Freiheit für unsere Bürgermeister“
„Sogar Edison bereut es“
„Schulter an Schulter gegen den Faschismus“
„Die Souveränität gehört bedingungslos dem Volk“
„Lasst die Kinder frei“
„Grüße nach Silivri“
BOTSCHAFT AN DIE WELT MIT ENGLISCHEN BANNERN
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt auf der Kundgebung war die Dichte an englischsprachigen Bannern. Botschaften wie „Free İmamoğlu“ (Freiheit für İmamoğlu) und „Democracy can’t be jailed“ (Demokratie kann nicht eingesperrt werden) richteten einen Appell für Demokratie und Freiheit an die Weltöffentlichkeit.
DIE BOTSCHAFT VON ÖZGÜR ÖZEL AN DIE GÄSTE
CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel präsentierte in seiner Rede auf der Kundgebung die Probleme der Demokratie in der Türkei und Lösungsvorschläge. Özel erntete großen Applaus, als er auch Lösungsvorschläge für die Probleme der in Europa lebenden Türken äußerte.
Während seiner Rede wurden häufig Slogans wie „Die Türkei ist laizistisch, sie wird laizistisch bleiben“ und „Alles wird sehr schön werden“ skandiert.
FOTOS UND GRÜSSE NACH DER KUNDGEBUNG
Nach der Kundgebung begab sich CHP-Parteivorsitzender Özgür Özel auf die Bühne, machte Fotos mit den Bürgern und dankte den Teilnehmern. Zum Abschluss der Kundgebung begrüßte er gemeinsam mit Parteivertretern und europäischen Politikern die Teilnehmer von der Bühne aus.
Nachrichtenquelle: 12punto
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