Ekrem İmamoğlu schreibt aus Silivri: 'Warum ist Ümit Özdağ inhaftiert?'
Ekrem İmamoğlu, der sich aus dem Gefängnis Silivri an die Öffentlichkeit wandte, erklärte, dass auch der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, rechtswidrig inhaftiert sei, und fragte: „Warum wird sein Fall nicht sofort verhandelt, obwohl die Anklageschrift schon seit Monaten fertig ist?“
Der Bürgermeister von Istanbul und Präsidentschaftskandidat der CHP, Ekrem İmamoğlu, hat aus dem Gefängnis Silivri, in dem er inhaftiert ist, einen Brief an die Öffentlichkeit gesandt. In seinem Schreiben betonte İmamoğlu die Bedeutung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und äußerte sich insbesondere zu Ümit Özdağ.
İmamoğlu erklärte, dass der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, der sich im selben Gefängnis befindet, ebenso wie er selbst rechtswidrig inhaftiert sei, und hielt fest:
„Als ob es nicht genug wäre, dass er 77 Tage auf eine nur 9-seitige Anklageschrift gewartet hat, wird seine erste Anhörung erst in zwei Monaten stattfinden. Ich frage: Was ist das für ein Rechtsverständnis, warum wird Herr Özdağ in Untersuchungshaft gehalten und warum wird sein Fall nicht sofort verhandelt, obwohl die Anklageschrift bereits vorliegt?“
İmamoğlu betonte, dass Özdağ seit Monaten seiner Freiheit beraubt sei und nicht einmal seine Familie sehen könne, und sagte: „Er wird daran gehindert, seine wertvolle Mutter, die ich im Februar besucht habe, und seine Liebsten zu sehen? Ich verurteile dies aufs Schärfste.“
'VERZÖGERTE GERECHTIGKEIT IST UNRECHT'
In seinem Brief betonte İmamoğlu, dass das Justizsystem in der Türkei politisiert sei, und argumentierte, dass Gerichte Entscheidungen nicht aus rechtlichen, sondern aus politischen Motiven träfen. İmamoğlu erklärte, dass die Justiz zu einem Instrument gemacht wurde, um junge Menschen, Oppositionelle und politische Führer zum Schweigen zu bringen, und sagte: „Selbst wenn das Urteil am Ende korrekt sein sollte, ist verspätete Gerechtigkeit Unrecht. Die Quelle der Legitimität des Staates ist die Gerechtigkeit. Ein Staat kann nur bestehen, wenn er seine Bürger gerecht behandelt.“

Nachrichtenquelle: 12punto
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