Fatih Erbakan kritisiert israelische Schiffe in der Türkei
Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi (YRP), Fatih Erbakan, hat die Präsenz israelischer Handelsschiffe in den Häfen von Mersin und Istanbul scharf kritisiert. Erbakan fragte: "Wenn wir keinen Handel mit Israel betreiben, was suchen dann Schiffe israelischer Unternehmen in Istanbul und Mersin?"
Die Präsenz israelischer Handelsschiffe in Mersin und Istanbul hat zu Diskussionen geführt. Trotz zahlreicher Erklärungen der Regierung löste die Sichtung der Schiffe in türkischen Häfen Kritik aus, unter anderem durch den Vorsitzenden der Yeniden Refah Partisi (YRP), Fatih Erbakan. Erbakan fragte: "Wenn wir keinen Handel mit Israel betreiben, was suchen dann Schiffe israelischer Unternehmen in Istanbul und Mersin?"
In einem Video, das er über sein Social-Media-Konto teilte, erklärte Erbakan, dass er den Behauptungen der Regierung, man habe den Handel mit Israel eingestellt und der Handel finde stattdessen mit Palästina statt, keinen Glauben schenke.
Erbakan äußerte sich wie folgt:
"Was sollen die Palästinenser mit so viel Zement, Rohstoffen, chemischen Produkten und elektronischen Waren anfangen? So etwas ist weder vernünftig noch logisch. Zudem ist es unmöglich, dass der Handel zwischen zwei Ländern innerhalb eines Jahres um das Tausend- oder Zehntausendfache ansteigt. Leider hat sich nun erneut bestätigt, wie berechtigt unsere seit Langem bestehenden Zweifel als Yeniden Refah Partisi waren. Wenn wir uns die Daten der türkischen Exporteursversammlung (TİM) ansehen, was sehen wir da? Unsere Stahlexporte nach Palästina sind innerhalb eines Jahres um 5.400 Prozent gestiegen, unsere Exporte von Zement und Bodenprodukten plötzlich um 2.500 Prozent. Der Anstieg bei unseren Elektro- und Elektronikexporten liegt bei 21.000 Prozent innerhalb eines Jahres, unsere Exporte von chemischen Stoffen und Erzeugnissen sind um 8.575 Prozent gestiegen, unsere Exporte von Bergbauprodukten um mehr als 1 Million Prozent. Unser Handel mit Maschinen und Maschinenteilen ist innerhalb eines Jahres um 31.000 Prozent gewachsen."
'WAS SUCHEN ISRAELISCHE SCHIFFE IN ISTANBUL UND MERSIN?'
Angesichts dieser Fakten behaupten die Behörden ständig: 'Wir schicken nichts nach Israel, dieser Handel wird vollständig mit Palästina abgewickelt.' Wir sagen dazu: Ja, offiziell auf dem Papier sieht es so aus, als würde dieser Handel mit Palästina getätigt, aber natürlich stellen wir uns an diesem Punkt folgende Fragen: 'Was soll ein Palästina, das seit Jahren unter Embargo steht und kaum Brot zum Essen findet, mit so viel Stahl, so viel Zement, so vielen Rohstoffen, chemischen Produkten, Bergbauprodukten sowie Elektro- und Elektronikwaren anfangen? Wenn es keinen Handel mit Israel gibt, was suchen dann Schiffe und Container unter israelischer Flagge und im Besitz israelischer Unternehmen in den Häfen von Istanbul Ambarlı und Haydarpaşa sowie im Hafen von Mersin? Wenn wir keinen Handel mit Israel betreiben, warum werden diese israelischen Schiffe dann ständig in unseren Häfen auf frischer Tat ertappt, und warum wurde sogar in der Presse berichtet, dass auf den Containern Stempel und Markierungen angebracht sind, die auf den israelischen Hafen Haifa als Zielort hinweisen? 'Mein Herr, diese Schiffe fahren über Israel nach Palästina' – eine solche Erklärung ist ebenfalls weder vernünftig noch logisch. Denn die israelische Presse hat mehrfach geschrieben, dass Israel selbst Hilfsgüter für Gaza blockiert, mit der Begründung, sie würden der Hamas helfen. Dass Israel, das Hilfsgüter blockiert, so viel Stahl und Zement durchlässt, widerspricht jeder Vernunft.'
'WARUM SCHLIESSEN WIR DIESE VENTILE NICHT?'
Warum gelangt aserbaidschanisches Öl über die Türkei nach Israel, warum fließt dieses Öl seit Monaten über die Baku-Ceyhan-Ölpipeline durch unser Staatsgebiet nach Israel? Wir erlauben es, dass der Treibstoff für die Panzer und Kampfflugzeuge der israelischen Armee, die Babys tötet, Kinder tötet, Frauen tötet und seit Monaten ein Massaker verübt, über unser eigenes Territorium transportiert wird. Warum schicken wir ihnen dieses aserbaidschanische Öl über unser eigenes Land und warum schließen wir diese Ventile immer noch nicht? Das ist ein sehr wichtiges Thema. Angesichts all dieser Fakten kommt uns ein berühmter Satz unseres verstorbenen Lehrers Erbakan in den Sinn. Was sagte er? Die Wahrheit ist etwas, das man durch nichts ersetzen kann; wenn man es doch versucht, wird es an 40 Stellen undicht. Die Ereignisse, die wir erleben, spiegeln genau dieses Wort unseres verstorbenen Lehrers wider."
Nachrichtenquelle: 12punto
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