Anweisung von Bilal Erdoğan an Schulen: „Organisieren Sie das“
Der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft Eğitim-İş, Kadem Özbay, erklärte, dass vor dem unter der Führung der TÜGVA in Istanbul geplanten Marsch „Wir vergessen Palästina nicht“ ohne ein offizielles Schreiben an Schulleiter appelliert wurde und versucht werde, Schüler durch telefonische und persönliche Anweisungen zur Teilnahme an der Organisation zu bewegen.
Die Türkiye Gençlik Vakfı (TÜGVA), die Teil der Plattform für den Nationalen Willen und der Allianz der Menschlichkeit ist – Organisationen, in deren Führung Bilal Erdoğan, der Sohn von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, tätig ist –, bereitet sich darauf vor, am 1. Januar auf der Galata-Brücke in Istanbul einen Marsch unter dem Motto „Wir vergessen Palästina nicht“ zu veranstalten.
Vor dem geplanten Marsch wies Bilal Erdoğan in einer Erklärung zur Organisation auf den Ansatz von Präsident Erdoğan zur Palästina-Frage hin und betonte, dass sich die islamischen Länder um diese Führung vereinen müssten.
Der Vorsitzende von Eğitim-İş, Kadem Özbay, gab öffentlich bekannt, dass der Aufruf zum Marsch ohne ein offizielles Schreiben an die Schulen übermittelt wurde. Laut einem Bericht von Taylan Gülkanat von der Zeitung Cumhuriyet erklärte Özbay, dass die Schulleitungen eingeschaltet wurden und für den Marsch am ersten Tag des Jahres inoffizielle Wege bevorzugt wurden.
Özbay betonte, dass man schriftliche Mitteilungen bewusst vermieden habe, um keine offizielle Verantwortung zu übernehmen, und stattdessen Telefonate und persönliche Kontakte genutzt worden seien.
BEHAUPTUNG ÜBER DIE ANWEISUNG „ORGANISIEREN SIE DAS“
Den Erklärungen zufolge wurden Schulleitern, die als regierungsnah gelten oder Verbindungen zu Stiftungen und religiösen Gruppierungen haben, Anweisungen erteilt, die Teilnahme der Schüler am Marsch zu organisieren. Özbay erklärte, dass Schulen in diesem Prozess zu einem logistischen Raum für politische und ideologische Organisationen gemacht würden.
Özbay stellte fest, dass Schulleiter ihre Aufgaben weitgehend auf der Grundlage von Loyalitätsbeziehungen wahrnehmen, was Druck auf die Führungskräfte ausübe und dazu führe, dass die besagten Anweisungen befolgt würden.
Özbay gab an, dass Lehrer faktisch für diese Aufgaben eingesetzt wurden und in den Klassen Ankündigungen an die Schüler machten. Er erwähnte, dass es Beispiele dafür gebe, dass Prüfungstermine geändert wurden, um die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen zu ermöglichen, und erklärte, dass dies einen Eingriff in den Bildungskalender darstelle.
Özbay äußerte, dass Strukturen wie die TÜGVA Kindern nicht als Schülern, sondern als potenzieller Gewinn begegneten, und dass dieser Ansatz auch bei den besagten Marsch-Organisationen fortgesetzt werde.
Nachrichtenquelle : 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu