Bemerkenswertes Detail im CİMER-Skandal: Sogar Erdoğans Daten wurden gestohlen!
Es wurde bekannt, dass Verdächtige, die über das CİMER-System auf personenbezogene Daten zugriffen, die türkischen Identitätsnummern von Präsident Erdoğan und einigen Ministern entwendet haben. Nach einer Anzeige im Jahr 2021 wird behauptet, dass Zugriff auf eine Vielzahl von Daten bestand, von E-Schulsystemen bis hin zu polizeilichen GBT-Abfragen.
Die Sorgen um die Sicherheit personenbezogener Daten haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach einer Anzeige bei CİMER im Jahr 2021 kam ans Licht, dass personenbezogene Daten, darunter die türkischen Identitätsnummern von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und einigen Ministern, an Dritte weitergegeben wurden.
In diesem Skandal verschafften sich die Verdächtigen Zugriff auf zahlreiche staatliche Systeme. Laut der Anklageschrift wurden die persönlichen Daten vieler Personen, vom Präsidenten bis hin zu Ministern, von einer verdächtigen Person an andere weitergeleitet.
DETAILS AUS DER ANKLAGESCHRIFT
In der von der Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır erstellten Anklageschrift mit der Nummer 2022/13270 wurde auf eine massive Verletzung der Sicherheit personenbezogener Daten hingewiesen.
Den Informationen zufolge, die durch den Cumhuriyet-Kolumnisten Barış Terkoğlu öffentlich gemacht wurden, ergab die Untersuchung des Mobiltelefons des Verdächtigen H.A., dass dieser Daten mit Vor- und Nachnamen sowie den Identitätsnummern von Präsident Erdoğan und einigen Ministern an Dritte gesendet hatte.
Ein weiteres wichtiges Detail in der Anklageschrift ist der Zugriff von H.A. auf staatliche Systeme, insbesondere auf Daten des ÖSYM und der Kommunen. H.A. gab an, systematisch auf diese Daten zugegriffen und Programme entwickelt zu haben, um sie in seine eigenen Anwendungen zu integrieren.
VON E-OKUL BIS CİMER, BIS HIN ZUR MÖGLICHKEIT, PERSONEN IM SYSTEM ALS VERSTORBEN ZU MARKIEREN – SIE KONNTEN ALLES TUN
In der Anklageschrift heißt es dazu:
"Im Rahmen der Ermittlungen zu den illegalen Aktivitäten der im Dossier identifizierten Tatverdächtigen und Beschuldigten wurde festgestellt, dass sie durch verschiedene Methoden Zugriff auf das System für öffentliche Gesundheit des Gesundheitsministeriums erlangten und Personen als COVID-19-infiziert oder als Kontaktpersonen von Patienten markieren konnten, medizinische Berichte und E-Rezepte ausstellen konnten, durch Zugriff auf das E-Okul-System des Bildungsministeriums Notenänderungen und ähnliche Eingriffe vornehmen konnten, durch Zugriff auf das Pol-Net-System GBT-Abfragen durchführen konnten, durch Zugriff auf einige Versicherungsunternehmen Versicherungs- und Kaskopolicen ausstellen konnten, Fahrzeugkennzeichen abfragen konnten, durch Zugriff auf die Bevölkerungsregister des Innenministeriums Personen im System als verstorben markieren konnten, Adressänderungen oder Abfragen im Familienregister vornehmen konnten, durch Zugriff auf das CİMER-System Anträge und Informationen verfolgen konnten, durch Zugriff auf die Universitätssysteme des Hochschulrats (YÖK) auf persönliche Daten wie Fotos, Telefonnummern und Adressen zugreifen konnten und durch Zugriff auf kommunale Systeme Eheschließungen vornehmen konnten. Es wurde festgestellt, dass sie auf alle personenbezogenen Daten wie Identitätsnummern, GS-Nummern, Fahrzeuginformationen, Grundbuchdaten und Arbeitsplatzinformationen zugreifen konnten, die sie aus Vor- und Nachnamen ableiteten. Zudem wurde deutlich, dass sie für Personen, die dies anforderten, Mitgliedskonten auf illegalen Websites – sogenannten 'Checkern' (hicheek checkworld, jitemcheck, wicheck, axenta, jigcheck, lars etc.) – erstellten, je nach Mitgliedschaftstyp eine bestimmte Anzahl an Abfragen definierten und auf diese Weise durch den Verkauf personenbezogener Daten Einkünfte erzielten."
Nachrichtenquelle : 12punto
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