Er hatte den Anführer der Terrororganisation PKK, Öcalan, zum Tode verurteilt! Der damalige Gerichtsvorsitzende äußert sich: Bemerkenswerte Aussagen zu Imralı und 'Kurdisch'
Turgut Okyay, der damalige Gerichtsvorsitzende, der den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, zum Tode verurteilte, äußerte sich bemerkenswert zum Prozess der Waffenabgabe.
Turgut Okyay, der ehemalige Präsident des Staatssicherheitsgerichts und Ehrenmitglied des Kassationshofs, der 1999 den PKK-Anführer Abdullah Öcalan zum Tode verurteilte, hat wichtige Einschätzungen zu den in der Türkei neu entfachten Diskussionen über eine „Waffenabgabe und einen Friedensprozess“ abgegeben.
Im Gespräch mit Saygı Öztürk von der Zeitung Sözcü antwortete Okyay auf die Behauptungen, dass Öcalan selbst im Falle einer möglichen Freilassung durch eine Regelung zum „Recht auf Hoffnung“ auf der Insel Imralı bleiben wolle.
„WENN DAS LAND ZUM FRIEDEN FINDET, SOLL ER BLEIBEN“
Okyay erklärte, dass die Insel Imralı für Öcalan ein attraktiver Ort sei, und äußerte sich wie folgt:
„Natürlich ist es dort schön. Er möchte dort bleiben. Er bleibt ja auch jetzt dort. Wenn es im Land Frieden geben wird und der Terror aufhört, dann soll er bleiben. Sie werden ihm die Insel ja nicht schenken. Wegen des Terrors sind immer die Bürger dieses Landes gestorben. Der eingeleitete Prozess verläuft derzeit gut.“
Turgut Okyay brachte zudem deutlich zum Ausdruck, dass er den Prozess für richtig geführt halte. Er verwies auf das tausendjährige Zusammenleben von türkischem und kurdischem Volk und forderte, dass Kurdisch als Wahlfach an Schulen unterrichtet werden sollte:
„Meiner Meinung nach handeln sie richtig. Kurden und Türken leben seit tausend Jahren zusammen. Wen will man von wem trennen? Jede Gesellschaft hat das Recht, ihre Sprache zu entwickeln. In der Türkei werden an Schulen Englisch und Französisch unterrichtet. Was wäre, wenn auch Kurdisch unterrichtet würde? Würde etwas passieren? Es würde gar nichts passieren. Lassen Sie die Menschen ihre Sprache entwickeln und sprechen. Was ist daran verkehrt?“
Okyay, der argumentierte, dass Druckausübung durch die Sprache falsch sei, setzte seine Worte wie folgt fort:
„Hauptsache, es gibt keine Verwicklung in Terror. Das ist nichts Schändliches. Es ist ein Reichtum. Wir tun alles, um den Frieden zu bewahren. Selbst wenn man Öcalan die Insel Imralı überlassen würde, würde nichts passieren.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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