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Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

Präsident Recep Tayyip Erdoğan äußerte sich im Rahmen des Einführungsprogramms zum Jahr der Familie und deutete dabei auf die bekannte Managerin Ayşe Barım, die in den letzten Tagen aufgrund von Vorwürfen der Monopolbildung in der Branche in die Schlagzeilen geraten war. Erdoğan erklärte, dass digitale Plattformen zu einer kulturellen Erosion führen, und betonte die klare Haltung der Türkei gegen LGBT+- und Entgeschlechtlichungspolitik. Gegen Ayşe Barım hat die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und ein Ausreiseverbot verhängt.

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Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

Die bekannte Managerin und Gründerin von ID İletişim, Ayşe Barım, geriet aufgrund von Vorwürfen in die Schlagzeilen, sie würde "Monopolbildung in der Branche verursachen und Schauspieler, die sich ihr widersetzen, vom Markt verdrängen".

Diese Vorwürfe stießen in den sozialen Medien und auf verschiedenen Plattformen auf ein breites Echo. Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul nahm die in den sozialen Medien und Nachrichten verbreiteten Behauptungen als Anzeige entgegen und leitete von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren gegen Ayşe Barım ein.

AUSREISEVERBOT

Um eine ordnungsgemäße Durchführung der Ermittlungen zu gewährleisten, wurde gegen Barım ein Ausreiseverbot verhängt. Zudem wurden auch andere Manager und Casting-Agenturen in der Schauspielbranche einer Prüfung unterzogen. Der Präsident und AKP-Vorsitzende Recep Tayyip Erdoğan äußerte sich heute ebenfalls und übte, während er ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım deutete, scharfe Kritik an populären Serienplattformen, allen voran Netflix.

Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

Erdoğan sagte: "Wir leben in seltsamen Zeiten. Neoliberale Kulturströmungen überschreiten Grenzen, dringen in alle Ecken der Welt vor und formen das soziale Gefüge. Serien, Filme, Sendungen und viele weitere Inhalte, die auf digitalen Plattformen ihren Platz finden, führen oft zu Prozessen wie kultureller Erosion und Identitätsverlust, die nur schwer wiedergutzumachen sind." Präsident Erdoğan fügte in seiner Rede hinzu:

"Diese bewusst, gezielt und beharrlich verbreiteten Inhalte führen dazu, dass insbesondere Entgeschlechtlichungspolitiken sowie LGBT und andere widernatürliche Strömungen an Boden gewinnen. An dem Punkt, an dem wir heute stehen, können wir eines sehr deutlich sehen. Das vorrangige Ziel der Entgeschlechtlichungspolitik, bei der LGBT als Rammbock benutzt wird, ist die Familie und die Heiligkeit der Institution Familie. Egal, wer was sagt. Die Haltung der Türkei in dieser Frage ist klar. Ein Rückschritt wird es hierbei niemals geben."

Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

WETTBEWERBSBEHÖRDE PRÜFT 21 UNTERNEHMEN

Aufgrund der zunehmenden Vorwürfe der Monopolbildung in der Branche hat die Wettbewerbsbehörde ein Ermittlungsverfahren gegen 21 Unternehmen eingeleitet, die in der Schauspielbranche tätig sind. Der meistgenannte Name war Ayşe Barım, eine der Partnerinnen von ID İletişim. Aufgrund ihres Einflusses und ihrer Position in der Branche rückte Barım in das Zentrum der Untersuchungen.

Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

WER IST AYŞE BARIM?

Ayşe Barım begann ihre Ausbildung an der English Highschool for Girls. Später absolvierte sie die Boğaziçi-Universität, Fachbereich Englische Sprache und Literatur. Nach dem Studium arbeitete sie zwei Jahre lang in London, wo sie eine Ausbildung im Bereich Kommunikation absolvierte und Erfahrungen in diesem Bereich sammelte.

Zwischen 1992 und 2001 war Barım in verschiedenen Positionen in der Medien- und PR-Branche tätig und bekleidete in diesem Zeitraum wichtige Posten. Barım, die schnell auf der Karriereleiter aufstieg, hatte folgende Positionen inne:

Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

Direktorin für Promotion,

Werbe- und PR-Leiterin bei Akmerkez,

Direktorin für Kundenbeziehungen bei Klan-Euro RSCG,

Stellvertretende Generaldirektorin bei 1 Numara Hearst,

Generaldirektorin bei DMC.

Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

Nachdem Barım zwischen 2001 und 2002 als Generaldirektorin bei İmaj Entertainment tätig war, an der sie beteiligt war, gab sie ihrer Karriere nach dieser Erfahrung eine neue Richtung.

Erdoğan deutet ohne Namen zu nennen auf Ayşe Barım: 'Kulturelle Erosion'

Die 2002 von ihr gegründete Agentur ID İletişim entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Management- und Presseagenturen der Türkei. Über ihre Agentur begann Barım Dienstleistungen wie Künstlermanagement, Pressearbeit und Social-Media-Beratung anzubieten. ID İletişim bietet zudem Presseberatungsdienste für Fernsehserien und Kinofilme an.


Nachrichtenquelle : 12punto

Ayşe Barım Präsident Recep Tayyip Erdoğan Präsident Erdoğan