Kritischer Tag für die CHP: Gemeinsame Botschaft vor dem Parteitag-Prozess! Mögliche Szenarien liegen auf dem Tisch
Die Klage bezüglich des 38. Ordentlichen Parteitags der CHP wird am 1. Juli vor dem 42. Zivilgericht erster Instanz in Ankara verhandelt. Die Parteiführung und die Organisationen bekräftigten ihre Unterstützung für Özgür Özel und erklärten: „Dieser Wille kann nicht durch eine gerichtliche Entscheidung geändert werden.“ Auch andere mögliche Szenarien werden diskutiert. Hier sind die Details...
In der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) richten sich alle Augen auf den morgigen Prozess vor dem 42. Zivilgericht erster Instanz in Ankara bezüglich des 38. Ordentlichen Parteitags. Nur Stunden vor der Verhandlung, die auf die Annullierung des Parteitags und die Feststellung der „absoluten Nichtigkeit“ abzielt, äußerten sich Parteistrategen, Abgeordnete und Provinzvorsitzende deutlich. CHP-Funktionäre betonten: „Unsere Partei hat kein Führungsproblem. Özgür Özel ist der Wille sowohl der Organisation als auch des Volkes. Die Haltung der Delegierten ist klar. Das Bild vom 29. Juni wird auch am 1. Juli Bestand haben. Kein Gerichtsurteil kann diese Tatsache ändern.“
ERSTE ERWARTUNG DER STRATEGEN: ABWEISUNG DER KLAGE
Die erste Erwartung innerhalb der Partei ist, dass das Gericht die Klage abweist. Sollte jedoch kein solches Urteil ergehen und der Parteitag annulliert werden, wird offen erklärt, dass eine gerichtliche Entscheidung, wie etwa die Einsetzung eines Zwangsverwalters oder die Rückkehr der alten Führung, innerhalb der Partei keine Legitimität genießen würde. In diesem Fall wird darauf hingewiesen, dass der Parteirat gemäß den Satzungsbestimmungen der CHP einen außerordentlichen Parteitag beschließen könnte oder die Delegierten die Partei direkt zu einem Wahlparteitag führen könnten.
In den Kulissen der Partei werden drei verschiedene Szenarien diskutiert. Das erste ist, dass das Gericht keine Entscheidung trifft, mit der Begründung, dass die Klage politischer Natur sei. Das zweite Szenario ist, dass das Gericht, wie von Özgür Özel bereits zuvor thematisiert, die Einsetzung eines Einberufungsausschusses beschließt. In diesem Fall müsste die Partei innerhalb von 40 Tagen erneut einen Parteitag abhalten.
Das dritte und härteste Szenario ist, dass das Gericht den Parteitag für „absolut nichtig“ erklärt. Sollte dies geschehen, stünde die Wiedereinsetzung der vorherigen Führung zur Debatte. Doch auch in diesem Fall könnte der Parteirat gemäß der CHP-Satzung einen außerordentlichen Parteitag beschließen; zudem könnte mit der Unterschrift der absoluten Mehrheit der Delegierten ein Kongress einberufen werden. Laut Satzung muss bei einem solchen Prozess innerhalb von spätestens 45 Tagen eine Wahl stattfinden.
KILIÇDAROĞLUS ERKLÄRUNG HAT DAS GLEICHGEWICHT NICHT VERÄNDERT
Einige Parteifunktionäre argumentierten, dass die Erklärung des ehemaligen Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu, wonach „ein Gerichtsurteil befolgt werden müsse“, das Gleichgewicht in der Organisation nicht beeinflusst habe. Dieselben Personen erklärten: „Der Wille der Partei wird nicht im Gerichtssaal, sondern durch die Delegierten und Mitglieder bestimmt“, und betonten, dass die Parteiführung unabhängig vom Ausgang des Gerichtsverfahrens gemäß dem Willen des Volkes gestaltet werde.
Andererseits sind einige Parteikreise der Ansicht, dass ein möglicher neuer Kontakt zwischen Kılıçdaroğlu und Özgür Özel die Spannungen abbauen und eine mögliche politische Krise verhindern könnte.
Die CHP-Strategen erinnerten daran, dass selbst bei einer Annullierung des Parteitags durch das Gericht die Führung von Özgür Özel nicht infrage gestellt werde und der Wille der Partei durch die Delegierten und nicht durch die Justiz geformt werde. In der gemeinsamen Erklärung wurde folgende Botschaft vermittelt:
„Niemand kann durch ein Gerichtsurteil kommen und ein Jahr lang an der Spitze der CHP stehen. Diese Partei trägt niemanden, den die Organisation und das Volk nicht wollen.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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