Neue Botschaft von Terroristenführer Öcalan: 'Es ist unmöglich, dass die Kurden die Waffen niederlegen'
Nach der symbolischen Zeremonie zur Waffenabgabe der Terrororganisation PKK folgte eine Erklärung des Terroristenführers Abdullah Öcalan zu Rojava. In einer über seinen Bruder übermittelten Stellungnahme erklärte Öcalan, dass es für die Kurden in Syrien nicht möglich sei, die Waffen niederzulegen.
Im Rahmen des von MHP-Parteichef Devlet Bahçeli initiierten und zwischen der Volksallianz (Cumhur İttifakı) und der DEM-Partei geführten Öffnungsprozesses vernichtete die Terrororganisation PKK am vergangenen Freitag in einer symbolischen sogenannten Zeremonie ihre Waffen. In der Entscheidung, die mit den Worten „Die Ära des bewaffneten Kampfes ist beendet“ verkündet wurde, hieß es, dass die Organisation fortan Schritte auf politischer Ebene unternehmen werde.
Während diese Entwicklung in der türkischen Agenda ein breites Echo fand, sorgte sie auch in den politischen Kreisen Ankaras für Bewegung. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen unter dem Dach der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) eine Kommission unter Beteiligung aller politischen Parteien gebildet wird. Ziel der Kommission wird es sein, den Prozess der Waffenabgabe der Terrororganisation PKK zu überwachen und die politischen Auswirkungen dieses Prozesses zu steuern. Doch während der Prozess andauert, hat eine neue Erklärung des PKK-Anführers Abdullah Öcalan die Debatten erneut angeheizt.
Terroristenführer Abdullah Öcalan gab in einer Erklärung, die er über seinen Bruder Mehmet Öcalan übermitteln ließ, bemerkenswerte Botschaften zu Rojava ab. Die Erklärung wurde vom Journalisten Adem Karaçoban der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Öcalan erklärte, dass es für die Kurden in der Region Rojava im Norden Syriens unmöglich sei, die Waffen niederzulegen, und äußerte sich wie folgt:
„Wir haben unseren Teil getan, es gibt nichts mehr, was wir tun können. In Rojava können die Kurden niemals die Waffen niederlegen. Ahmet Şara ist das Oberhaupt des IS, es ist unklar, was er morgen tun wird. Die SDF kann bei Bedarf in Tabqa die Demokratische Republik Syrien ausrufen.“
Außenminister Hakan Fidan, der im April in der AKP-Zentrale mit Abgeordneten zusammenkam, hatte bereits wichtige Botschaften zu den bewaffneten Strukturen im Norden Syriens übermittelt. Fidan hatte mit folgenden Worten zum Ausdruck gebracht, dass auch die YPG die Waffen niederlegen und der Regierungsarmee beitreten werde:
„Wir verfolgen den Prozess bezüglich der YPG mit Sensibilität. Sie werden die Waffen niederlegen und der nationalen Armee beitreten. Eine föderale Struktur in Syrien wird es niemals geben, und eine andere bewaffnete Struktur außerhalb der Armee wird keinesfalls geduldet werden. Wir legen Wert darauf, dass die Kurden eines der konstituierenden Elemente der syrischen Verfassung sind.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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