Neue Details zum İmralı-Gespräch: PKK-Anführer Öcalan erkundigte sich nach Bahçelis Gesundheitszustand... Steht das Recht auf Hoffnung auf der Agenda?
Während die Nachwirkungen der Botschaft, die die İmralı-Delegation der DEM-Partei nach ihrem dritten Treffen mit Abdullah Öcalan veröffentlichte, anhalten, wurden neue Einzelheiten zu dem Gespräch bekannt. Es stellte sich heraus, dass Öcalan neben seinem Aufruf an die PKK zur Auflösung und Waffenabgabe auch nach dem Gesundheitszustand des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli gefragt hat.
Die Imralı-Delegation der DEM-Partei hatte nach ihrem dritten Treffen mit dem Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, dessen schriftliche Botschaft sowohl auf Türkisch als auch auf Kurdisch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Während die Nachwirkungen der Botschaft anhalten, kommen neue Details über das Treffen ans Licht.
ÖCALAN RIEF PKK ZUR WAFFENABGABE AUF
In seiner über die DEM-Partei-Delegation an die Öffentlichkeit gerichteten Botschaft forderte Abdullah Öcalan alle bewaffneten Gruppen der PKK auf, die Waffen niederzulegen und die Organisation aufzulösen. Dieser Aufruf Öcalans stieß in der Öffentlichkeit auf ein breites Echo, während gleichzeitig verschiedene Diskussionen darüber begannen, wie der Prozess ablaufen wird.
ÖCALAN FRAGTE NACH BAHÇELIS GESUNDHEITSZUSTAND
Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, teilte in einer Erklärung auf dem YouTube-Kanal von T24 markante Details mit, die während des Gesprächs zur Sprache kamen.
Hatimoğulları erklärte, dass Öcalan sich nach dem Gesundheitszustand des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli erkundigt habe, und sagte: „Herr Öcalan hatte gehört, dass Bahçeli krank sei, und fragte uns nach seinem Gesundheitszustand. Wir antworteten, dass es ihm besser gehe.“
STEHT DIE FORDERUNG NACH DEM RECHT AUF HOFFNUNG ZUR DEBATTE?
Auf die Frage, ob Öcalan eine Forderung bezüglich des „Rechts auf Hoffnung“ gestellt habe, antwortete Hatimoğulları, dass dieses Thema überhaupt nicht zur Sprache gekommen sei.
Hatimoğulları äußerte sich wie folgt:
„Herr Öcalan hat keine Forderung gestellt wie: ‚Holt mich aus Imralı, damit ich vom Recht auf Hoffnung profitieren kann‘. Seine einzige Forderung war die Schaffung von Bedingungen, unter denen er sowohl auf staatlicher Ebene als auch direkt mit seiner Organisation sprechen kann, um die Erfüllung der Anforderungen seines Aufrufs an die Organisation zu gewährleisten.“
'ES WURDE EINE AUFNAHME GEMACHT, ABER WIR HABEN SIE NICHT'
Auf die Frage nach dem Mikrofon, das vor Öcalan stand, als er seine Botschaft übermittelte, erklärte Hatimoğulları, dass sie mit einer Video-Botschaft gerechnet hätten. „Die Information, die uns vorab gegeben wurde, war, dass der Aufruf per Video erfolgen würde. Das wussten auch wir so. Doch die in letzter Minute erfolgte Erklärung war auch für uns eine unerwartete Entwicklung. Öcalan sagte: ‚Hängt euch nicht an der Methode auf‘. Es wurde während des Gesprächs eine Aufnahme gemacht, aber diese Aufnahme liegt uns nicht vor“, sagte sie.
PKK-ANFÜHRER ÖCALAN SCHRIEB DEN BRIEF HANDSCHRIFTLICH
Bezüglich der schriftlichen Veröffentlichung der Botschaft des PKK-Anführers Öcalan erklärte Hatimoğulları, dass der Brief von Öcalan persönlich verfasst wurde. „Er hat den Brief mit seiner eigenen Handschrift geschrieben und wir haben ihn so weitergegeben, wie er war. Wir haben inhaltlich nicht eingegriffen. Wäre es eine Audio- oder Videobotschaft gewesen, hätte sie die kurdische Gesellschaft stärker angesprochen und die Wirkung des Aufrufs wäre größer gewesen“, sagte sie.
Hatimoğulları betonte, dass Öcalan seinen Ansatz, den er bereits in den ersten Gesprächen geäußert hatte, wonach „die kurdische Frage von Gewalt und Konflikten befreit und auf politischer und rechtlicher Ebene gelöst werden müsse“, wiederholt habe und die neue Botschaft in diesem Rahmen stehe.
ORGANISATION ERKLÄRTE, SIE WERDE ÖCALANS AUFRUF FOLGEN
Nach Öcalans Aufruf hatte das sogenannte Exekutivkomitee der Organisation erklärt, dass die Organisation in diese Richtung Schritte unternehmen und einen ‚Waffenstillstand‘ ausrufen werde.
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