Neue Verfassungsinitiativen im Parlament: Hinter den Kulissen brodelt es! 'Listenversprechen' der Regierung
Die Beschleunigung der Abgeordnetentransfers durch die AKP für eine Verfassungsänderung hat zu bedeutenden Verschiebungen in der parlamentarischen Arithmetik geführt. Während die Regierung mit dem Ziel von 400 Sitzen voranschreitet und durch ihre Schritte gegenüber Unabhängigen und kleineren Parteien die Gerüchteküche am Laufen hält, wächst die Besorgnis in den Oppositionslagern.
Die AKP hat einen neuen Prozess eingeleitet, um kritische Sitzzahlen zu erreichen, damit sie eine Verfassungsänderung direkt im Parlament durchsetzen kann. Durch die jüngsten Abgeordnetentransfers hat die Repräsentationsmacht der Regierung bemerkenswert zugenommen. Mit den Abgeordneten, die nacheinander die Partei wechselten und der AKP beitraten, ist das Bild, das sich in der Generalversammlung zugunsten der Regierung ergibt, zum Zentrum der neuen Verfassungsdiskussionen geworden.
Zu den jüngsten Namen, die sich der Regierungspartei angeschlossen haben, gehören der aus der CHP ausgetretene Mersin-Abgeordnete Hasan Ufuk Çakır, der aus der Gelecek Partisi ausgetretene und unabhängige Istanbul-Abgeordnete İsa Mesih Şahin sowie der Kahramanmaraş-Abgeordnete İrfan Karatutlu, der seinen Rücktritt von der DEVA Partisi erklärte. Mit dem Beitritt dieser Abgeordneten, denen Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan die Parteianstecker anheftete, stieg die Zahl der AKP-Sitze im Parlament auf 275.
Mit den letzten Aktualisierungen ist die Gesamtzahl der Abgeordneten im Parlament auf 592 gesunken; hinter dieser Veränderung stehen verstorbene Abgeordnete, Namen, die in das Bürgermeisteramt gewechselt sind, und Sitze, die aufgrund von Ernennungen frei wurden.
DAS NEUE BILD IM PARLAMENT
Die aktuelle Sitzverteilung zwischen den Parteien sieht wie folgt aus: AKP 275, CHP 138, DEM Parti 56, MHP 47, İYİ Parti 29, Yeni Yol Partisi 20, Unabhängige 9, Yeniden Refah Partisi 4, HÜDA PAR 4, Türkiye İşçi Partisi 3, Demokratik Bölgeler Partisi 2, Emek Partisi 2, Saadet Partisi 1, Demokratik Sol Parti 1 und Demokrat Parti 1; insgesamt sind 592 Abgeordnete im Amt.
Das Ziel von 400 Abgeordneten, das eine Verfassungsänderung ohne Referendum ermöglichen würde, bleibt weiterhin schwierig zu erreichen. Während die AKP, MHP, HÜDA PAR und DSP, die sich unter dem Dach der Volksallianz (Cumhur İttifakı) vereint haben, insgesamt 327 Abgeordnete erreichen, steigt die Zahl auf 383, wenn man die 56 Sitze der DEM Parti hinzurechnet. Diese Zahl liegt immer noch unter den 400 Sitzen, die für eine Verfassungsänderung ohne die Notwendigkeit eines Referendums erforderlich sind.
Die Zahl der Abgeordneten, die die AKP von verschiedenen Parteien transferiert hat, erreichte mit den jüngsten Bewegungen 14. Doch selbst mit diesen Bemühungen liegt die Verfassungsänderung hinter der kritischen Schwelle.
NEUE KONTAKTE ZU UNABHÄNGIGEN UND ZUR İYİ Parti
Laut einem Bericht von Merve Kılıç von der Zeitung Cumhuriyet geht die AKP mit Versprechen auf eine Kandidatur bei den kommenden Wahlen auf einige unabhängige Abgeordnete zu. Es wird darüber gesprochen, dass insbesondere Kontakte zu unabhängigen Abgeordneten, die ihre Entscheidung noch nicht gefestigt haben, sowie zur İYİ Parti bestehen und dass dieser Prozess zu neuen Übertritten führen könnte. Es heißt, dass bei den Transfermanövern der AKP nicht nur die Gegenwart, sondern auch die nächste Wahlperiode berücksichtigt wird und Versprechen wie ein 'Listenplatz' zu einem wichtigen Instrument geworden sind.
Diese Entwicklungen haben in den Reihen der Opposition, insbesondere für die CHP und die İYİ Parti, die Alarmglocken läuten lassen. Mit jedem neuen Übertritt sinkt die Zahl der Oppositionsmandate im Parlament, während der Regierungsblock der Mehrheit einen Schritt näher kommt. In politischen Kulissen wird bewertet, dass der Prozess der Verfassungsänderung durch das Bild im Parlament faktisch blockiert ist und die bestehenden Gleichgewichte noch fragiler geworden sind.
Während sich die Mathematik im Parlament ändert, scheinen auch die Verfassungsdiskussionen eine neue Dynamik gewonnen zu haben. Die Haltung der Unabhängigen und der kleinen Parteien könnte zusammen mit möglichen neuen Transfers den Verlauf der politischen Gleichung bestimmen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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