'Nichtigkeitskrise' in Silivri erörtert: Antwort aus dem Lager von İmamoğlu auf Kılıçdaroğlus Nachricht 'Soll ich es einem Zwangsverwalter überlassen?'!
Das CHP-Parteiratsmitglied Engin Özkoç und der Bürgermeister der Stadtverwaltung Mersin, Vahap Seçer, trafen sich in Silivri mit dem Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu. Vor dem Parteitagsprozess am 30. Juni wurde Kılıçdaroğlus Nachricht zur 'absoluten Nichtigkeit' an İmamoğlu übermittelt. Hier sind die Einzelheiten...
Während die Diskussionen über den Parteitagsprozess innerhalb der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) andauern, fand ein wichtiges Treffen in Silivri statt. Das CHP-Parteiratsmitglied (PM) Engin Özkoç und der Bürgermeister der Stadt Mersin, Vahap Seçer, trafen sich mit dem Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu.
Bei dem Treffen wurden die Klage auf Annullierung des CHP-Parteitags, die am 30. Juni vor dem 23. Zivilgericht erster Instanz in Ankara verhandelt wird, sowie die im Raum stehende Möglichkeit einer "absoluten Nichtigkeit" erörtert. Özkoç und Seçer hatten vor diesem Treffen auch den ehemaligen Parteivorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu besucht, um sich über mögliche Szenarien zu informieren.
BESUCH BEI KILIÇDAROĞLU UND WARNUNG VOR ABSOLUTER NICHTIGKEIT
Das Hauptziel des Besuchs von Seçer und Özkoç bei Kılıçdaroğlu war es, darauf aufmerksam zu machen, dass die CHP im Falle einer Entscheidung auf "absolute Nichtigkeit" mit dem Risiko einer Zwangsverwaltung konfrontiert sein könnte. Das Treffen wurde auf Wunsch von İmamoğlu organisiert.
Vahap Seçer erklärte nach diesen Kontakten, dass es von lebenswichtiger Bedeutung sei, dass die CHP geeint bleibe. Seçer sagte: "Wenn eine Entscheidung auf absolute Nichtigkeit fällt und Kılıçdaroğlu diese Aufgabe nicht annimmt, könnte die Einsetzung eines Zwangsverwalters auf die Tagesordnung kommen. In diesem Fall stünde unsere Partei vor einer ernsten Krise. Wir hoffen, dass eine solche Entscheidung nicht getroffen wird, aber wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein."
"DIE EINHEIT UNSERER PARTEI IST WICHTIG"
Seçer berichtete, dass Kılıçdaroğlu ihnen bei dem Treffen mitgeteilt habe, dass die Nichtannahme einer Entscheidung auf absolute Nichtigkeit bedeuten würde, "sich einem Zwangsverwalter auszuliefern". Seçer drückte jedoch mit folgenden Worten aus, dass sie dieser Ansicht nicht zustimmten:
"Unsere Ansicht war eine andere. Dass die CHP zusammenbleibt, war wichtiger als alles andere. Herr İmamoğlu hatte dieses Thema ebenfalls mit Kılıçdaroğlu besprochen. Natürlich wäre es nützlich gewesen, wenn die Öffentlichkeit eine klarere Antwort gehört hätte. Aber wir werden nun je nach Entwicklung reagieren."
Engin Özkoç äußerte sich ebenfalls zu dem Treffen. Özkoç, der erklärte, dass das Treffen mit Wissen des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel und İmamoğlu stattgefunden habe, sagte: "Eine Zersplitterung dieser Partei wäre nicht nur für die CHP, sondern auch für die Türkei gefährlich."
Özkoç übermittelte auch Kılıçdaroğlus Äußerungen, wonach eine Ablehnung der Aufgabe, falls ihm diese nach einer Entscheidung auf absolute Nichtigkeit übertragen würde, die Partei in einen Zwangsverwaltungsprozess stürzen könnte. Er betonte jedoch, dass die Lösung in dieser Angelegenheit darin bestehe, dass Kılıçdaroğlu und Özgür Özel auf einer gemeinsamen Basis zusammenfinden.
COUNTDOWN ZUR VERHANDLUNG AM 30. JUNI
In der CHP richten sich nun alle Augen auf die Verhandlung am 30. Juni. Die Entscheidung des Gerichts könnte zur Annullierung des Parteitags und zu großen Veränderungen in der Führungsebene der Partei führen.
Der Journalist İsmail Küçükkaya gab bekannt, wie İmamoğlu auf Kılıçdaroğlus 'Zwangsverwalter-Nachricht' reagiert hat. Laut Küçükkaya sagte İmamoğlu bezüglich Kılıçdaroğlus Parteitagsnachricht: 'Das ist zuerst eine Bosheit gegenüber unserer Partei, unserem Land und auch uns selbst'.
Nachrichtenquelle : 12punto
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