Tuncer Bakırhan kündigt an: Wann wird die Terrororganisation PKK ihre Kongressbeschlüsse bekannt geben?
Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, äußerte sich zu einem neuen Lösungsprozess. Bakırhan erklärte, dass die Terrororganisation PKK ihre Kongressbeschlüsse bekannt geben werde, und behauptete, dass die Gespräche auf İmralı nicht vor der Öffentlichkeit verborgen blieben.
Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, äußerte sich in einer Live-Sendung auf Habertürk TV zu dem neuen Öffnungsprozess.
„WIR SPRECHEN ÜBER EIN 100 JAHRE ALTES PROBLEM“
Bakırhan erklärte, er sei erfreut darüber, dass die Kurdenfrage, die die letzten 100 Jahre der Türkei geprägt hat, nun offen diskutiert werde, und sagte:
„In den letzten 50 Jahren standen Waffen, Gewalt und Konflikte bei diesem Thema im Vordergrund. Jetzt befinden wir uns in einem neuen Prozess, der mit dem Aufruf von Herrn Bahçeli begann, durch die Friedensbotschaften von Herrn Öcalan an Kraft gewann und dem auch Präsident Erdoğan positiv gegenübersteht. Wir werden unser Bestes tun, um ein Umfeld zu schaffen, in dem in diesem Land niemand mehr Tränen vergießt.“
„DIE KONGRESSBESCHLÜSSE DER PKK WERDEN BEKANNT GEGEBEN“
Bakırhan teilte zudem mit, dass die Terrororganisation PKK die Beschlüsse ihres Kongresses innerhalb weniger Tage der Öffentlichkeit bekannt geben werde. Bakırhan betonte, dass der Prozess transparent geführt werde und sagte: „Es gibt keine Hinterzimmergespräche mehr. Was auch immer besprochen wird, das türkische Volk weiß davon und verfolgt es.“
„DIE WAFFENFRAGE WURDE DIESMAL AN DIE ERSTE STELLE GESETZT“
Bakırhan erklärte, man habe Friedensprozesse weltweit untersucht und im Lichte dieser Erfahrungen die Waffenfrage im neuen Prozess an die erste Stelle gesetzt.
„Zum ersten Mal, noch bevor der Prozess begann, erklärte Öcalan, dass er bereit sei, die Waffenfrage außer Kraft zu setzen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt. Wenn dies das Hindernis ist, wurde dazu aufgerufen, in einem waffenlosen Umfeld zu sprechen. Das gibt Hoffnung für den Prozess. Die positiven Signale von Regierung und Opposition ermutigen uns.“
„DIE TÜRKEI IST AUCH DAS ZUHAUSE DER KURDEN“
Bakırhan betonte, dass die Lösung der Kurdenfrage innerhalb der Türkei und gemeinsam mit dem türkischen Volk vorangetrieben werden müsse: „Dieses Thema ist unser Thema, es ist das Thema dieses Landes. Die Türkei ist das Zuhause der Kurden. Daher muss die Suche nach einer Lösung auch hier, gemeinsam, geführt werden.“
„ES GIBT KEINE GEHEIMEN VERHANDLUNGEN“
Bakırhan erklärte, dass diesmal alles vor den Augen der Öffentlichkeit geschehe, und äußerte sich wie folgt:
„Wir haben die Gespräche auf İmralı mit der Presse, den politischen Parteien und der Öffentlichkeit geteilt. Wir führen einen offenen Prozess, der nicht vor der Gesellschaft verborgen bleibt. Wir haben Treffen in mehr als 140 Zentren abgehalten. Wir haben das Thema von Thrakien bis zum Schwarzen Meer zu unserem Volk getragen.“
„ES GIBT UNTERSTÜTZUNG AUS DER GESELLSCHAFT, DIE HOFFNUNG IST GROSS“
Bakırhan sagte, dass sie als DEM-Partei die Hoffnung nie verloren hätten: „An dem Punkt, an dem wir heute stehen, sehen wir eine ernsthafte Unterstützung aus der Bevölkerung. Von Edirne bis Çanakkale und bis zum Schwarzen Meer erreichen uns Menschen, die Frieden wollen. Dies ist nicht nur die Forderung der Kurden, sondern der gesamten Türkei.“
„DAS PARLAMENT MUSS SEINE PFLICHT TUN“
Bakırhan betonte, dass der wichtigste Schritt für eine Lösung von der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) kommen werde: „Wenn die politische Institution in dieser Angelegenheit mutig handelt und ihre Pflicht erfüllt, kann dieses jahrhundertealte Problem endlich durch Dialog gelöst werden. Das wäre der größte Schritt für die Zukunft der Türkei.“
„ALS PARTEI SIND WIR VOLLER HOFFNUNG“
Bakırhan drückte aus, dass sie als Partei daran glaubten, dass der Prozess voranschreiten werde, und sagte:
„Die Waffe wurde diesmal gleich zu Beginn von der Tagesordnung gestrichen. Das zeigt, dass die Absicht zur Lösung besteht. Auf kurdischer Seite gibt es Aufrichtigkeit und Glauben. Wir werden unser Bestes tun, damit dieser Prozess mit demokratischen Methoden voranschreitet. Auch die Gesellschaft will diesen Prozess und unterstützt ihn. Unsere Hoffnung ist groß.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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