Gruppenanträge der Opposition in der TBMM-Generalversammlung abgelehnt
Die Gruppenanträge der CHP, DEM-Partei, İYİ-Partei und Saadet-Partei zur Tagesordnung wurden in der Generalversammlung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) abgelehnt.
In der Generalversammlung der TBMM wurden die Gruppenanträge der Saadet-Partei zu "Lehrkräften an privaten Bildungseinrichtungen", der İYİ-Partei zum "Anstieg der Migrantenbevölkerung", der DEM-Partei zu den "Kommunalwahlen" und der CHP zu "Journalisten" getrennt voneinander beraten.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der İYİ-Partei, Erhan Usta, der für den Gruppenantrag seiner Partei das Wort ergriff, erklärte, dass der Rückgang der Bevölkerungswachstumsrate oder der Fertilität in der Türkei kein politisches Thema, sondern eine nationale Angelegenheit sei.
ANTRAG ZUM ANSTIEG DER MIGRANTENBEVÖLKERUNG
Usta wies darauf hin, dass die durchschnittliche Bevölkerungswachstumsrate in den letzten 23 Jahren auf 1 Prozent gesunken sei, was eine niedrigere Rate als in der Zeit des Zweiten Weltkriegs darstelle. Er äußerte: "Während die Situation bei den türkischen Staatsbürgern in der Türkei so ist, sehen wir, dass sowohl die Fertilitätsrate als auch die Geburtenzahl bei syrischen Migranten weitaus höher sind. Dieses Thema ist selbst ohne die Problematik der syrischen Flüchtlinge ein ernstes Problem für die Türkei. Denn um die Bevölkerung zu erhalten, müsste die durchschnittliche Fertilitätsrate bei 2,1 liegen, aber in der Türkei liegt dieser Wert bei 1,62. Diese Bevölkerung wird rückläufig sein."
Usta betonte, er halte die Aussage von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, dass "frisch verheiratete Paare mindestens drei Kinder bekommen sollten", für sehr richtig, argumentierte jedoch, dass die wirtschaftliche Unterstützung für Familien in diesem Bereich unzureichend sei.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Saadet-Partei, İsa Mesih Şahin, betonte, dass die Untersuchung der Ursachen und Folgen des Rückgangs der Bevölkerungswachstumsrate für die Zukunft der Türkei von großer Bedeutung sei.
Şahin sagte: "Einer der grundlegendsten Gründe hierfür ist die Erosion des Familienbegriffs. Die in den letzten Jahren gestiegenen Scheidungsraten müssen ernsthaft auf den Prüfstand gestellt werden. Unsere Jugend möchte nicht heiraten, und unsere Bürger, die heiraten, erleben ernsthafte Scheidungen."
Die Abgeordnete der DEM-Partei für Diyarbakır, Sevilay Çelenk, erklärte, dass sie gegen den Antrag der İYİ-Partei stimmen würden, da sie diesen nicht für aufrichtig und realistisch hielten.
Der CHP-Abgeordnete für Denizli, Şeref Arpacı, merkte an, dass das Problem der irregulären und unregistrierten Migration zu den wichtigsten Problemen der Welt gehöre und die Türkei weltweit der Staat sei, der in dieser Hinsicht die schwerste Last zu tragen habe. Arpacı sagte: "Der direkte Verantwortliche hierfür ist die AKP-Regierung. Die Folgen von Kriegen, an denen wir nicht beteiligt sind, wurden auf die Schultern von Millionen unserer Bürger geladen."
"DIE TÜRKEI WIRD ALS EIN LAND MIT EINER JUNGEN GENERATION IHREN EINFLUSSBEREICH IN DER WELT ERWEITERN"
Die AKP-Abgeordnete für Tekirdağ, Çiğdem Koncagül, sagte, dass in den Entwicklungsplänen, die während der AKP-Regierungszeiten erstellt wurden, die Themen Familie, Bevölkerung und demografischer Wandel speziell bearbeitet wurden.
Koncagül erläuterte, dass die gesellschaftlichen Auswirkungen der Arbeiten zur Bevölkerungspolitik positiv seien und dass Mutterschaftsurlaub, Kindergeld, kostenlose Bildungs- und Gesundheitsausgaben, das SGK-System, die Stärkung der Familie sowie die dynamische institutionelle Struktur des sozialen Schutzschildes Erfolge der AK-Partei-Regierungen seien. Sie führte weiter aus:
"Der 'Drei-Kinder'-Slogan, der auch durch unseren Präsidenten Ausdruck fand, ist ein wichtiges Indiz dafür, dass die Bevölkerungspolitik in unserem Land darauf abzielt, die Bevölkerungswachstumsrate zu erhöhen. Wenn wir bedenken, dass westliche Länder eine Zukunft auf Basis einer Bevölkerung mit negativer Wachstumskurve aufbauen, wird die Türkei als ein Land mit einer starken, dynamischen und jungen Generation ihren Einflussbereich in unserer Region und in der Welt erweitern."
Bei den Abstimmungen nach den Beratungen wurden die Gruppenanträge der CHP, DEM-Partei, İYİ-Partei und Saadet-Partei zur Tagesordnung abgelehnt.
In der Generalversammlung wurde anschließend mit den Beratungen zum Gesetzesentwurf über Änderungen des Strafprozessgesetzbuches und einiger anderer Gesetze sowie des Gesetzesdekrets Nr. 659 fortgefahren, der in der Öffentlichkeit als "8. Justizpaket" bekannt ist.
Nachrichtenquelle: AA
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