Haftstrafe für ehemaligen Maltepe-Bürgermeister Ali Kılıç gefordert: Vorwurf der unrechtmäßigen Vermögensbildung
Gegen den ehemaligen Bürgermeister von Maltepe, Ali Kılıç, wurde Klage erhoben. Ihm wird "unrechtmäßige Vermögensbildung, Vermögensverschiebung oder -verheimlichung" vorgeworfen, wofür eine Freiheitsstrafe von 3 bis 5 Jahren sowie eine Geldstrafe zwischen 5 Millionen und 10 Millionen Lira gefordert werden.
In der von der Sonderermittlungsabteilung der Generalstaatsanwaltschaft Anadolu erstellten Anklageschrift wird festgehalten, dass die Ermittlungen aufgrund von Beschwerden eingeleitet wurden, wonach Kılıç während seiner Amtszeit als Bürgermeister einen außergewöhnlichen und unerklärlichen Anstieg seines Vermögens verzeichnet habe und er sowie seine Verwandten zahlreiche Immobilien erworben hätten.
In der Anklageschrift wird auf Informationen verwiesen, die bei einer Untersuchung der Vorwürfe durch die Abteilung für die Bekämpfung von Finanzkriminalität der Istanbuler Polizeidirektion gewonnen wurden. Demnach verfügte Kılıç über 9 Grundbucheinträge in den Provinzen Ankara, Yalova, Tunceli, Istanbul und Erzincan, die größtenteils durch Erbschaft und gerichtliche Wege erworben wurden, sowie über 3 Firmenregistrierungen in den Bereichen Bauwesen, Medienagentur, Stiftungsmanagement, Hotelbetrieb, Reinigung und Maschinenwartung.

Im Gutachten wurde zudem dargelegt, dass Kılıç 11 erforderliche Vermögensänderungserklärungen nicht eingereicht habe. Bei einem Vergleich von Einnahmen und Ausgaben sei ein Ausgabenüberschuss in Höhe von 5 Millionen 155 Tausend 41 Lira sowie ein Anstieg des Vermögens mit unbekannter Herkunft festgestellt worden, so die Anklageschrift.
In der Anklageschrift wird weiter ausgeführt, dass die Verteidigung von Kılıç in einem bei der Staatsanwaltschaft eingereichten Schriftsatz geltend gemacht habe, das Gutachten sei in vielerlei Hinsicht fehlerhaft. Es wurde argumentiert, dass Immobilien an derselben Adresse wiederholt aufgeführt und als unterschiedliche Erwerbe dargestellt worden seien, dass trotz des Besitzes von nur 6 Immobilien eine höhere Anzahl angegeben wurde und dass die Firmeninformationen nicht der Realität entsprächen.

Als Ergebnis der Ermittlungen wird in der Anklageschrift behauptet, dass während der Amtszeit von Ali Kılıç als Bürgermeister von Maltepe ein Ausgabenüberschuss von 1 Million 138 Tausend 740 Lira entstanden sei, der als unrechtmäßige Vermögensbildung zu werten sei, da die Ausgaben nicht mit seinem Einkommen in Einklang zu bringen seien, und dass der Angeklagte auf diese Weise das ihm zur Last gelegte Verbrechen begangen habe.
Die Anklageschrift, in der für Kılıç wegen des Vorwurfs der "unrechtmäßigen Vermögensbildung, Vermögensverschiebung oder -verheimlichung" eine Freiheitsstrafe von 3 bis 5 Jahren sowie eine schwere Geldstrafe zwischen 5 Millionen und 10 Millionen Lira gefordert wird, wurde vom zuständigen erstinstanzlichen Strafgericht angenommen.
Nachrichtenquelle: AA
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